Intensives Theater im sakralen Raum
Bild: Poschmann

Stehen zum Teil in Doppelrollen während der Shakespeare-Tragödie Macbeth auf der Bühne (v.l.): Albrecht Haffner (Banquo), Michael Dierkes (Königssohn Malcom und Pförtner) und Theo Reinker (König Duncan und später Offizier Seyton).

Bild: Poschmann

 Zurzeit laufen intensive Proben. Damit nicht genug. Als Spielort dient die Kapelle des ehemaligen Franziskanerklosters in der Emsstadt. Die Premiere findet am 20. Mai um 20 Uhr und die zweite Aufführung am 21. Mai, ebenfalls um 20 Uhr, statt.

Ensemble und Regisseur absolvieren in diesen Tagen Intensivproben vor sakraler Kulisse, die ein vortreffliches Bühnenbild abgibt. Europaletten dienen den Schauspielern als erhöhte Standorte, damit auch Zuschauer in den hinteren Reihen von der Handlung genug sehen und hören können. „Das soll keine Kostümschlacht oder wildes Regietheater werden“, sagt Lüffe. Vielmehr stünden die Charakterentwicklung und eine textnahe Arbeit im Vordergrund. „Das wurde von den Schauspielern auch ausdrücklich so gewünscht.“

Vor rund einem Jahr fingen die Probenarbeiten zu dem Stück an. Zunächst war reines Improvisieren – ohne Textvorlage – angesagt. Aus der Figurentwicklung nahm die Theatergruppe dann die Stückentwicklung vor. In der Heinrich-Tellen-Schule fanden die ersten Proben statt. Damals stand der Aufführungsort jedoch noch nicht fest. Im Februar kam schließlich die Zusage von Familie Horstmann und Pfarrer Peter Lenfers. „Wir wollen das Publikum an einem schönen Spielort kulturell unterhalten und dabei Shakespeares Text im Original verständlich darstellen und den Zuschauer anregen beziehungsweise inspirieren“, sagt Jan-Peter Lüffe stellvertretend für die elf erwachsenen und zwei jugendlichen Theaterspieler.

Eine zusätzliche Dramatik erhält Macbeth schließlich durch Dr. Klaus Döhring, der das Stück musikalisch an der Kirchenorgel untermalt. Vom Altarraum über die Seitengänge bis hin zur Orgelbühne und Beichtstühlen wird der gesamte Kirchenraum über drei Stunden, inklusive Pausen, mit dem opulenten Werk bespielt.

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