Isabell Werth für sechs Monate gesperrt
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Die deutsche Dressurreiterin Isabell Werth muss wohl sechs Monate lang auf Wettbewerbe verzichten.
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Die Erste Kammer der Disziplinarkommission gehe davon aus, dass die positive Kontrolle auf eine fahrlässige Sorgfaltspflichtverletzung im Stall der Reiterin zurückzuführen sei, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Zudem soll Werth die Kosten des Verfahrens tragen und eine Geldbuße in Höhe von 2000 Euro zahlen. „Ich bin enttäuscht, aber nicht überrascht. Es geht jetzt seinen weiteren Gang“, sagte die Rheinbergerin zu dem Urteil in erster Instanz.

Reiterin kündigt Berufung an

Noch ist die Sperre nicht rechtskräftig. Werth hat angekündigt, Berufung einzulegen und vor das Große Schiedsgericht der FN zu ziehen. Sie hofft weiter auf einen Freispruch. Vorerst darf sie weiter bei Turnieren starten.

Ungeachtet des Ausgangs des Verfahrens will die 44-Jährige Schadenersatz von der FN fordern. Werth hatte als Grund für die positive Probe eine angebliche Verunreinigung einer Urinprobe des Pferdes durch eine Kontamination des Tränkesystems in ihrem Stall angegeben. Dies hatte sowohl ein von ihr beauftragter Sachverständiger als auch ein von der FN bestellter Fachmann für möglich gehalten. Die Disziplinarkommission hielt Werths Darstellung hingegen für „äußerst unwahrscheinlich“.

Die Reiterin hätte für die Richtigkeit dieser Version nach den Vorgaben des turniersportlichen Regelwerks, „einen Beweis mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von mindestens 50 Prozent führen müssen. Dies ist ihr bei weitem nicht gelungen“.

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