Ist Hexenwald-Spielplatz sicher genug?
Bild: Julia Stempfle
Wie die Brücke auf dem Hexenwald-Spielplatz sicherer gemacht werden kann, prüft jetzt der Baubetriebshof.
Bild: Julia Stempfle

 „Er ist auf der Brücke gesprungen, hat einen Schritt zurück gemacht, die Balance verloren und ist dann gefallen“, schildert Tabea Huse, Leiterin des Teresa-Kindergartens den Vorfall. Mit seiner Gruppe war Simon auf dem Spielplatz, Probleme mit der Wackelbrücke habe es nach Auskunft einer Erzieherin des öfteren gegeben.

Bedenken von Beginn an

Schon als der Spielplatz eingeweiht wurde, habe es Bedenken gegeben, dass Kinder durch die Lücke zwischen Handlauf und Brücke fallen könnten. „Deshalb haben wir ein Querholz angebracht“, erinnert sich Hubert Schulze Althoff, Leiter des Baubetriebhofs. Das Kantholz musste jedoch wieder abgeschraubt werden, weil das Gerät auf diese Weise verändert worden war und nicht mehr den Normen entspricht. „Alle Geräte auf unseren Spielplätzen entsprechen EU-Normen und sind abgenommen“, sagt Schulze Althoff. Und bei eben solch einer Abnahme wurde das Querholz bemängelt. „Uns wurde erklärt, dass Kinder den Balken als Tritt benutzen und noch höher hinaufklettern könnten.“

Mit Hersteller Kontakt

Wird ein Kind aufgrund einer Veränderung an Spielgeräten verletzt, haftet nicht mehr der Hersteller, sondern die Stadt. Damit es nicht noch einmal zu solch einem Vorfall kommt, hat Schulze Althoff Kontakt zum Hersteller aufgenommen. „Wir wollen nicht, dass den Kindern etwas passiert und rüsten die Geräte nach, wenn die Möglichkeit besteht“, sagt der Bauhofleiter. Er erwartet eine Antwort des Herstellers in einigen Tagen. Sollte es keine andere Möglichkeit geben, und sich weitere Kinder verletzen, bleibe nur eine Option: die Brücke abzubauen.

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