Jeder zehnte Arbeitsplatz hängt am Pferd
Bild: Stempfle
Voll besetzt war die Reithalle im Landgestüt Warendorf. Der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft hatte zum Meeting Mittelstand unter dem Motto „Wirtschaftskraft Pferd“ geladen.
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Um die Anziehungskraft des Pferdes und die damit verbundene Wirtschaftskraft zu erläutern, hatte der Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) am Montagabend in das Nordrhein-Westfälische Landgestüt Warendorf geladen. Rund 200 Gäste waren gekommen, mehr als eigentlich geplant. „Wir hatten mit 120 Unternehmern gerechnet“, sagte Robert Kleinschmidt, Leiter BVMW Kreisgeschäftsführer Warendorf. Aber weil das Interesse so groß war, habe man die Teilnehmerzahl kurzerhand erhöht. „Das zeigt uns, dass das Thema Pferd die Unternehmer bewegt und wir für mehr Transparenz in den Verflechtungen sorgen müssen“, zog Kleinschmidt sein Fazit und wartete gleich mit Daten und Fakten auf: „Auf drei Pferde kommt ein fester Arbeitsplatz“, rechnete er vor.

100 Pferdebetriebe gebe es nach Auskunft von Diplom-Ingnieur Ferdinand J. Leve in Warendorf, die mindestens 1000 Arbeitsplätze binden. „Von den 11 000 Stellen in der Emsstadt entfallen demnach 10 Prozent auf diejenigen, die direkt oder indirekt etwas mit Pferden zutun haben“, erklärte er. Schon jetzt üben die Tiere eine große Anziehungskraft aus. Um diese zu nutzen und weiterzuentwickeln, hat Leve das „Projekt Hippologicum“ auf den Weg gebracht. Es soll auf der Emsseeinsel entstehen und das Potenzial für die Zukunft bereitstellen. „Man hat lange nach einem Wirtschaftsfaktor gesucht und dabei fast übersehen, dass er in Warendorf schon seit Jahrzehnten vorhanden ist: das Pferd“, sagt Leve.

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