Josephs-Hospital: Keine Impfvordrängler
Symbolfoto: dpa
Das Josephs-Hospital Warendorf hat Kritik zurückgewiesen, bei der hausinternen Impfaktion seien Personen immunisiert worden, die nicht in die priorisierten Gruppen gehörten.
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In einer gemeinsamen Stellungnahme haben Kuratorium und Vorstand der Stiftung Josephs-Hospital auf die Vorwürfe der Partei „Die Linke“ reagiert, es seien im Zuge der Corona-Schutzimpfung im Warendorfer Krankenhaus Personen geimpft worden, die nicht an der Reihe gewesen wären. „Wir werden es nicht zulassen, dass unser Haus aus parteipolitischen Gründen diskreditiert wird“. Die erhobenen Vorwürfe seien „undifferenziert und teilweise falsch“ und hätten Irritationen ausgelöst.

Effektive Ausbeute, mehr Impfungen

Kuratorium und Vorstand seien froh, „dass wir – anders als die weiteren Krankenhäuser im Kreis – bereits Mitte Januar ausnahmslos alle 232 impfwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der höchsten Gefährdungskategorie impfen konnten“. Die Menge des ans Josephs-Hospital gelieferten Impfstoffs und „unsere sehr gründliche Vorbereitung und Logistik haben es darüber hinaus ermöglicht, weitere 85 Beschäftigte der zweithöchsten Gefährdungskategorie zu impfen“. Das seien in Summe „deutlich mehr als die Hälfte unserer impfwilligen Beschäftigten“.

Wie alle Krankenhäuser habe das Josephs-Hospital zu keiner Zeit Einfluss auf die Liefertermine, Mengen und Arten der zur Verfügung gestellten Impfstoffe gehabt. Auf Grundlage der gesetzlichen Impfverordnung und mit dem Ziel, die Handlungsfähigkeit der systemrelevanten Krankenhäuser zu sichern, seien die Mitglieder des Corona-Krisenstabs ebenfalls in die zweithöchste Gefährdungskategorie eingestuft worden.

Kuratorium stellt sich hinter Vorstand

Das Kuratorium begrüße diese Vorgehensweise und betrachte die Entscheidung, „auch unseren Vorstand in zweiter Priorität zu impfen, als verantwortungsvoll und richtig“. Mitglieder des Kuratoriums seien bei der hauseigenen Aktion „selbstverständlich nicht geimpft“ worden.

Am Donnerstag und Freitag werde es weitere Impfungen geben, sodass davon auszugehen sei, dass zum Ende der Woche alle impfwilligen Beschäftigten mit unmittelbarem Patientenkontakt geimpft seien. Im Anschluss werde Beschäftigten der Verwaltung und der anderen, patientenfernen Bereiche die Impfung angeboten.

Stolz auf Engagement des Teams

Das Josephs-Hospital sei als unabhängige und gemeinnützige Stiftung ausschließlich ihren Beschäftigten und den Menschen in der Region verpflichtet. Kuratorium und Vorstand seien stolz auf das Engagement des Teams im Kampf gegen die Pandemie.

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