Jugend im Fokus, Wasser im Blick
Bild: A. Edelkötter
Informationen zur Entstehungsgeschichte des Emssees gab es beim Fest zum 40-jährigen Bestehen des Wassersportvereins zu erfahren.
Bild: A. Edelkötter

„Der Emssee war da“, verkürzt die Zweite Vorsitzende des Warendorfer Wassersportvereins die Geschichte.

Was tun mit dem See? 1976 entwickelten Dietrich Vogel und Günter Voss ihre Vorstellung zur Nutzung des Gewässers. Sie wollten einen Verein gründen, der besonders Jugendlichen die Grundkenntnisse des Segelns beibringt. Am 8. März setzten sie ihr Vorhaben in die Tat um und gründeten den Warendorfer Wassersportverein. 70 Mitglieder hatten die Segler und Ruderer damals. Heute, 40 Jahre später, sind es 230. Und der Verein, betont Birgitt Helms „ist aus dem gesellschaftlichen, kulturellen und sportlichen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken“.

Das schmucke Bootshaus wird von Schulen gern für besondere Klassenfeste genutzt. Das Gymnasium Laurentianum zum Beispiel bietet in Kooperation mit dem WWV eine Arbeitsgemeinschaft (AG) an, in der Schüler den Segelschein (Optimist) erwerben können. In den Sommerferien gibt es für Kinder und Jugendliche weitere Möglichkeiten, das Segeln zu erlernen. Und Erwachsene können auf dem Emssee in diversen Kursen das Motorboot fahren lernen und erfahren, wie man die Segel richtig setzt. Das Hauptanliegen aus den Anfangsjahren besteht jedoch weiterhin. „Wir verstehen uns als Ausbildungsverein für Kinder und Jugendliche“, betont Helms, die einst aus Hamburg ins Münsterland gezogen ist und für die, als leidenschaftliche Seglerin, der Emssee mit seinem Verein das ausschlaggebende Kriterium bei der Wohnungswahl war.

Jetzt feierten die Warendorfer Wassersportler ihren 40. Geburtstag mit einem „Tag der offenen Tür“, bei dem die Besucher die Faszination des Emssees ganz neu erleben konnten. Zur Auswahl standen eine Fahrt mit dem vereinseigenen Motorboot, eine Tour mit dem Rettungsboot der DLRG und ein wackeliger Ritt auf einem aufblasbaren Brett, Stand-up-Paddling genannt. Der Kreisfischereiverein bot Schnupperangeln an und war mit „Otti’s U-Boot“ vor Ort, einem Infostand zum Thema Fische und Wasser. Der Schiffsmodellclub und der Surfclub stellten sich vor, Stadtkapelle und Schülerband des Laurentianums gaben den richtigen Ton an und das Geburtstagskind selbst dürfte viele neue Fans dazu gewonnen haben.

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