Jugendliche treffen sich in Buddenbaum
Foto: Baumjohann
Mitglieder der KLJB Hoetmar – hier Mona Raude am Ambo – gestalteten die Jugendmesse der Wallfahrtswoche auf dem Kapellenplatz in Buddenbaum mit.
Foto: Baumjohann

Das Licht der Hoffnung hatten die Jugendlichen schon während des Tages im Herzen getragen –lange Zeit nämlich prägte Dauerregen den Mittwoch, was befürchten ließ, dass der Jugendgottesdienst, der wie alle anderen Messfeiern der Wallfahrtswoche wegen der Auflagen der Corona-Pandemie unter freiem Himmel stattfinden musste, eine nasse Angelegenheit werden würde. Als aber die Kapellenglocken kurz vor 20 Uhr zum Gottesdienst riefen, waren die Regenwolken verflogen.

Stattdessen begrüßten neben Pfarrdechant Manfred Krampe auch Sonnenstrahlen die Gläubigen zum Jugendgottesdienst der Wallfahrtswoche. „Eigentlich würde heute Abend eine Jugendband den Gottesdienst mitgestalten. Das geht jetzt aus Corona-Gründen nicht“, bedauerte der Pfarrdechant in seinen Begrüßungsworten. Stattdessen begleitete Organist Mirko Kieslich den Gesang der Gläubigen an der Orgel.

Zelebriert wurde der Jugendgottesdienst von einem Stammgast. Mit Jürgen Streuer war der Pfarrer von St.- Petronilla Münster-Handorf nach Buddenbaum gekommen. „Ich mag das Heimelige, das Kleine. Ich mag den Ort“, bekannte Streuer nach der Messfeier im „Glocke“-Gespräch. Die Buddenbaumer Wallfahrtskapelle sei eine Stelle, an der man mit ganz unterschiedlichen Leuten Gottesdienst feiern könne und auf eine aufmerksame Gemeinde stoße, erklärte er. Auch deshalb komme er gern Jahr für Jahr zur Wallfahrtswoche.

„Auch in unserer Kirche gibt es diese dunklen Flecken, die wir manchmal gerne mit anderem überdecken würden“, erinnerte Jürgen Streuer in seiner Predigt an Frauen, die wegen ihres Geschlechts nicht zu Weiheämtern zugelassen werden, an Priester, die ihr Amt aufgeben müssen, weil sie in einer Partnerschaft leben oder heiraten und an Gläubige, die durch das Kirchenrecht von Sakramenten ausgeschlossen werden. „Maria kann uns helfen, auf die dunklen Momente zu schauen, aber nicht im Dunklen stehen zu bleiben“, zeigte sich Streuer mit Blick auf das in Buddenbaum verehrte Gnadenbild der „Mutter vom Guten Rat“ überzeugt.

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