Junge Theaterschauspieler beweisen Mut
Bild: Rieder
Zehn Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren haben Mut bewiesen und im Sophiensaal Theater gespielt. Dabei spielten sie kurze Szenen nach, zu denen auch Interviews gehörten.
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Diesen Mut haben zehn Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren am Samstag im Sophiensaal bewiesen. Im Rahmen des außerschulischen Ferienangebots „Talentcampus Warendorf –Klasse Theater! Vom Klassenzimmer auf die Theaterbühne“ präsentierten sie gekonnt verschiedene kurze Szenen: zumeist gespielte Interviews, wie man sie aus dem Fernsehen kennt, sowie eine Spiegelszene, wie sie im Theater gern als Übung benutzt wird.

Projekt soll helfen, Hemmungen abzubauen

Die Präsentation war die Abschlussveranstaltung des zehntägigen außerschulischen Ferienbildungsangebots, das vom Westfälischen Bildungs- und Kulturzentrum durchgeführt wurde. Es wurde finanziert durch das Förderprogramm „Kultur macht stark“ – Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), und durchgeführt in einem lokalen Bündnis für Bildung, an dem das Team Soziales aus dem Bereich Flüchtlingsunterstützung und die Stadtbücherei der Stadt Warendorf als lokale Kooperationspartner beteiligt waren. Als deren Vertreter sprachen die Stellvertretende Bürgermeisterin Monika Walter-Kaiser, Iris Blume (Bereich Soziales) und Lisa Woitschikowski (Stadtbücherei) kurze Grußworte.

Das ganztägige Projekt, an dem junge Menschen aus acht verschiedenen Nationen teilnahmen, gliederte sich in einen jeweils dreistündigen Abschnitt Deutsch als Zweitsprache (DAZ) vormittags, eine pädagogisch begleitete Mittagspause sowie den Theaterworkshop nachmittags. Es richtete sich an Kinder unterschiedlicher Sprachniveaus, um ihren Bildungsstatus zu verbessern und Bildungsnachteilen entgegenzutreten. Das Theater spielen sollte helfen, Hemmungen abzubauen sowie persönliche und soziale Kompetenzen zu stärken.

Beitrag für Integration und gesellschaftliche Teilhabe

Dass dies gelungen ist, war am Samstag deutlich zu sehen und zu hören. Trotz ihres teils erst recht kurzen Aufenthaltes in Deutschland waren die jungen Akteure aus anderen Ländern, anderer Kultur und anderer Muttersprache, deutlich und präzise in ihren Ausdrucksformen. Und mutig. Es sei wichtig, dass derartige Projekte stattfinden, betonte DAZ-Lehrer Ali Enes Aksu mit Blick auf diesen gelungenen Beitrag für die Integration und gesellschaftliche Teilhabe von jungen Menschen.

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