Junge Warendorfer Spaßmacher auf Youtube
Bild: Oelgemöller
Freunden einen Streich spielen – das geht auch über das Telefon. Edonis Sokoli, Edmond Shala, Okan Yesil, Welat Sever, Mohammed Tayem und Piranavan Thilaganathan (v. l.) filmen sich gegenseitig dabei und stellen die Videos anschließend bei Youtube ein.
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Ihre Vorbilder sind echte Youtube-Stars: Leon Machère und Mert Matan zum Beispiel. „Die machen das gleiche wie wir“, sagt Edonis Sokoli, „und wir versuchen ihnen nachzueifern und auch erfolgreich zu werden.“ Die Großen haben Hunderttausende Fans, die ihren Kanälen folgen, Edonis und JokeTV 126 beziehungsweise 157. „Das ist aber nicht schlimm. Wir stehen am Anfang und drehen unsere Videos noch nicht so professionell wie unsere Vorbilder“, sagt Okan Yesil (14). Gemeinsam mit Edmond Shalka (12), Mohammed Tayem und Welat Sever (beide 13) ist er JokeTV. Edonis Sokoli und Piranavan Thilaganathan (beide 13) betreiben auf Youtube den Kanal Edonis.

Dass nicht alle einen gemeinsamen Kanal betreiben, hat pragmatische Gründe. „Das wäre viel zu kompliziert“, sagt Edmond Shala. Denn bevor die Jungs ein Video drehen, machen sie sich Gedanken über Inhalt und Aufbau. Und wenn der Dreh losgeht, sollten alle da sein. Das sei zu viert schon schwierig, zu sechst wäre es noch schlimmer. Was sie umsetzen, überlegen sie sich selbst, sagt Okan Yesil. Bei anderen abzugucken sei schlechter Stil.

Untereinander erzählen sie sich aber von den Plänen – ganz ohne Sorge, dass die anderen die Idee schneller umsetzen. „Wir sind so lange befreundet, das machen wir nicht“, sagt Edonis Sokoli. Inhaltlich geht es ihm und seinen Kumpels vor allem um Spaß. Die Videos sind geprägt von Scherzen und unter Youtubern beliebten „Pranks“ (engl., auf deutsch: Streiche). Einen Beitrag haben die sechs aber gemeinsam gedreht: Edonis Sokoli und Mohammed Tayem sind im Lattenschießen gegeneinander angetreten. „Wie das ausgegangen ist, kann man bei Youtube sehen“, sagt Edonis Sokoli und lacht.

Gelacht wird bei den sechs Freunden grundsätzlich viel. „Wenn wir beim Drehen aber zu viel gelacht haben, schneide ich das hinterher raus“, sagt Okan Yesil. Schließlich soll die Arbeit professionell wirken, auch wenn es bisher lediglich ein großes Hobby ist. Ganz wichtig ist den Jungs jedoch, dass sie sich in den Videos nicht verstellen. „So wie wir zur Schule gehen, sind wir auch bei Youtube“, sagt Mohammed Tayem. Ansonsten würden sie in ihren Videos nicht überzeugend wirken, da sind sich alle sechs sicher.

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