Juniorwahl: „Lau“ sieht die Grünen vorn
Bild: Froning
Wie bei den Bundestagswahlen konnten die Schüler von Mariengymnasium und Laurentianum bei der „Juniorwahl“ und der U 18 Wahl“ in eigens aufgestellten Wahlkabinen ihre Stimme abgeben. Auch die Wahlvorstände wurden von den Jugendlichen gestellt.
Bild: Froning

Während im Mariengymnasium die CDU mit 38 Prozent die Nase vorn hatte und die Grünen (21 Prozent), SPD (16 Prozent) und FDP (elf Prozent) auf die Plätze verwies, siegten im Laurentianum die Grünen mit 23 Prozent vor der FDP (22 Prozent), der CDU (20 Prozent) und der SPD (15 Prozent). Unter ferner liefen rangierte an beiden Schulen die AfD, die am Mariengymnasium zwei Prozent, am Laurentianum drei Prozent der Stimmen bekam.

Bei den Erststimmen setzte sich der CDU-Bundestagskandidat Reinhold Sendker mit 152 von 314 abgegebenen Stimmen im Mariengymnasium klar vor Marion Schniggendiller von den Grünen (43 Stimmen) durch. Im Laurentianum erhielt Sendker 55 von 134 Stimmen. Es folgte Bernhard Daldrup (SPD) mit 28 Stimmen.

Bevor sie an die Wahlurnen gingen, waren die Schüler im Unterricht auf die Stimmabgabe vorbereitet worden. So wurden unter anderem sowohl der Aufbau des Bundestags und der Ablauf der Wahl besprochen als auch die Nutzung des Wahl-O-Maten thematisiert. Lehrerin Annika Ruhl vom Gymnasium Laurentianum war begeistert, wie gut die Aktion bei den Schülern angekommen ist. Die Jugendlichen – 134 Schüler aus zehn Sozialwissenschaftskursen durften teilnehmen – hätten sogar freiwillig ihre Pausen genutzt, um wählen zu gehen oder den Wahlvorstand zu bilden. „Die Jugendwahl sollte an Schulen fest etabliert werden“, meint deshalb Ruhl. So könne auch verhindert werden, dass die Schüler später zu Nicht-Wählern würden.

Im Mariengymnasium hatten insgesamt 314 Schüler ab der sechsten Klasse an der „U 18 Wahl“ teilgenommen. „Die Schüler sind politisch sehr interessiert und es macht ihnen Spaß zu wählen“, freute sich Lehrer Andreas Wening, der die Wahl bereits zum dritten Mal organisierte, über die positive Resonanz. „Man kann sehen, dass die Schüler verantwortungsbewusst mit ihrem Stimmrecht umgehen“, fasste Wening zusammen.

Sowohl bei der „Juniorwahl“ als auch bei der „U 18 Wahl“ werden die Ergebnisse bundesweit verglichen und anschließend ausführlich im Unterricht diskutiert, um so das Interesse der Schüler an den Wahlen weiter zu fördern.

SOCIAL BOOKMARKS