Jurybesuch in gleich drei Ortsteilen
Bild: Kleigrewe
Über den Fortschritt der Emsrenaturierung informierte Hubert Kleinschnitker (l.) die Jury, die auf Fahrrädern durch Einen-Müssingen geführt wurde.
Bild: Kleigrewe

Exakt zwei Stunden hat jeder der insgesamt zehn teilnehmenden Orte, um seine Vorzüge und Ideen, seine gemeinschaftlichen Aktivitäten und das Engagement seiner Bürger darzustellen. „Das ist ein ziemlich knapper Zeitrahmen“, stellte nicht nur der Hoetmarer Heimatvereinsvorsitzende Josef Brand fest, der die Jury gestern gemeinsam mit Adelheid Herweg durch das Dorf führte.

Damit möglichst viele Punkte angesteuert werden konnten, hatten die Orte auf verschiedene Fortbewegungsmittel gesetzt. Während die Mitglieder der Bewertungskommission in Hoetmar mit einem Planwagen durch die Straßen rollten, schwangen sie sich in Einen-Müssingen auf Fahrräder, um auch die ganz schmalen Wege fahren und die renaturierten Emsauen aus nächster Nähe betrachten zu können. In Milte schließlich stand der „Emil“, das Gefährt des Schützenvereins bereit, um eine Rundfahrt durchs Dorf und die nähere Umgebung zu unternehmen.

Dabei standen nicht nur restaurierte alte Gebäude, neue Baugebiete oder naturnahe Projekte auf dem Besichtigungsprogramm, sondern vor allem auch die Bürger selbst, ihre Vereine und ihr Engagement. Nicht umsonst hat sich der Charakter des Wettbewerbs in den vergangenen Jahren gewandelt. Nicht mehr gestalterische Dinge wie Blumenschmuck stehen nun im Vordergrund, sondern bürgerschaftliche Aktivitäten sowie das soziale und kulturelle Leben eines Dorfs.

Und davon hatten die drei Bewerber gestern einiges zu bieten. So präsentierte Hoetmar unter anderem seine lebendige Grundschule, den von Eltern wieder neu ins Leben gerufenen Jugendtreff und die zahlreichen aktiven Vereine, die sich jeweils mit Abordnungen vorstellten. In Einen-Müssingen hatte das Dorfmarketing, in dem sich viele Bürger und Gruppen engagieren, die Regie übernommen und erläuterte seine in Gemeinschaftsarbeit entwickelten Projekte. Einen Schwerpunkt auf Jugend und Kultur legten die Milter, bei denen unter anderem der Spielmannszug eine kleine Kostprobe seines Könnens gab und ein junges Künstlerpaar seine Werkstatt in der alten Milter Mühle vorstellte.

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