Karina Jeggle stellt im Rathaus aus
Die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser (l.) und Kulturdezernent Horst Breuer (r.) präsentieren zusammen mit Karina Jeggle ihr Bild „Blick über Warendorf“, das bei den Besuchern der Vernissage am Sonntag besonders gut ankam. Bild: J. Kleigrewe

Und scheinbar hatten sich auch viele Warendorfer eine Ausstellung mit den Bildern Jeggles gewünscht. Denn als Doris Kaiser die Besucher begrüßte, reichten die Stühle nicht, und die Gäste standen bis auf den Flur. Kaiser betonte, wie froh sie sei, Jeggles Wunsch endlich erfüllen zu können und ihre Werke zu präsentieren.

Denn Jeggle, die vor zwei Jahren aus Warendorf nach Mühlheim gezogen war, hatte stets gehofft, einmal im Rathaus ausstellen zu dürfen. Schließlich hatte Karina Jeggle seit 1993 im Haus der Familie Malkurse gegeben und später in der Emsstadt ihr erstes Atelier eröffnet. Nach ihrer Ateliereröffnung schob die Künstlerin, die die Malerei zunächst autodidaktisch erlernt hatte, ein Studium ein. Dieses schloss sie 2007 erfolgreich ab. Gleichzeitig gab sie weiterhin Kurse für andere kunstinteressierte Menschen – und sie tut dies in Mühlheim immer noch.

Vor einigen Monaten ist dann wieder der Kontakt mit Horst Breuer zustande gekommen und es begann ein intensiver Austausch. Wichtig zu klären war dabei, wie man die Arbeitsweise der Künstlerin am Besten in die Ausstellung übertragen könnte. Denn Karina Jeggle arbeitet anders als andere Künstler nicht nach festgelegten Plänen oder Zyklen. Sie lässt sich in der Auswahl der Motive und Stile vom Moment inspirieren. Daher bot sich den Besuchern bei der Vernissage gestern bei 33 Bildern eine ganze Reihe unterschiedlicher Motive.

Neben zwei Selbstporträts sind unter anderem Ansichten aus Irland, Münster und Warendorf zu sehen. In Irland hatte die Jeggle für vier Monate ein Atelier bezogen. Dabei entstanden einige Bilder, die die Begeisterung der Künstlerin für Irland deutlich spürbar werden lassen. Noch größere Begeisterung beim Publikum rief nur ein Bild von der Altstadt Warendorfs hervor. Dieses zeigt eine Luftaufnahme in abstrakter Form, und nicht wenige Besucher versuchten, ihre Häuser im Bild zu finden. Alle Interessierten können die Werke von Karina Jeggle noch bis zum 3. Mai im Rathaus sehen.

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