Karnevalswagen bekommt neues Design
Bild: Kleigrewe
Mit viel Spaß und Akribie gestaltet der Düsseldorfer Stefan Henne das Äußere des Freckenhorster Prinzenwagens neu. Klar, dass da die eine oder andere Pielepogge nicht fehlen darf.
Bild: Kleigrewe

Mit viel Spaß und Fantasie lässt der 43-jährige Künstler aus Düsseldorf derzeit eine fröhlich-bunte Welt auf dem Karnevalswagen der KG „Silber-Blau“ entstehen. Viel Grün und Natur, der Kreuzgang, die Stiftskirche und immer mal wieder eine Pielepogge – das, was Stefan Henne auf die großen Außenflächen des Wagens gebannt hat, ist für ihn Freckenhorst. „Eine echte Wohlfühloase eben“, sagt er und lächelt.

Schon 2013 hatte der Allround-Künstler, der nicht nur malt und illustriert, sondern auch Filme dreht und schauspielert, den Wagen der Freckenhorster Karnevalisten gestaltet. Nachdem er für Kinderbuch-Autorin Jutta Knubel den kleinen Igel Joe Muffelpieks gezeichnet hatte, war er in der Stiftsstadt hängengeblieben. Mittlerweile wohnt er zwar wieder in Düsseldorf, der Kontakt ist aber bestehen geblieben – vor allem zu Ecki Nergert von der KG „Silber-Blau“.

Bei ihm hat Stefan Henne derzeit auch sein kreatives Quartier aufgeschlagen. Für freie Kost und Logis arbeitet er schon seit mehr als einer Woche intensiv an der Gestaltung des Freckenhorster Festwagens. Warum hier auf dem Land und nicht in der Karnevalshochburg Düsseldorf? „Bei mir zu Hause ist der Karneval schon sehr kommerzialisiert. Das gefällt mir nicht mehr wirklich“, sagt der 43-Jährige. „Hier sind die Vereinsleute mit total viel Herz und Engagement bei der Sache und halten zusammen. Das unterstütze ich gern.“

Tatsächlich gibt es in diesem Jahr rund um den „Silber-Blau“-Wagen jede Menge zu tun, denn er bekommt nicht nur eine bunte neue Außenhaut, sondern auch ein verändertes Innenleben. Der Turm wurde abgebaut, die Toilette verlegt, für das Dreigestirn und sein närrisches Gefolge gibt es auf dem Wagen mehr Platz. „Da stecken schon reichlich Stunden Arbeit drin“, erklärt Christian Grunau, der nach Feierabend und an den Wochenenden regelmäßig in der Nergert’schen Scheune zu finden ist und mit einigen Mitstreitern das närrische Gefährt fit macht für den Rosenmontagszug in Warendorf.

Dann wird Stefan Henne schon mit dem nächsten kreativen Projekt beschäftigt sein. „Aber ich freue mich schon auf Bilder vom Zug, und wenn wieder ein Maler gebraucht wird, stehe ich bereit“, versichert er.

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