Kaum noch Unentschlossene im Saal
Bild: Gabi Wild
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „halb acht“ von „Glocke“ und Radio WAF haben die Moderatoren den Kandidaten für das Bürgermeisteramt auf den Zahn gefühlt. Unser Bild zeigt (v. l.) Andreas Hornung, Peter Wild, Frank Haberstroh und Axel Linke.
Bild: Gabi Wild

Noch vor Einstieg in die Gespräche mit den Bewerbern um das Bürgermeisteramt in der Stadt Warendorf, Axel Linke (49 / unterstützt von CDU und FDP) sowie Andreas Hornung (45 / SPD, Grüne, FWG), richtete das Moderatorenduo seinen Blick in den mit 250 interessierten Zuhörern prall gefüllten Saal. „Wer von Ihnen ist denn noch unentschlossen, wem er am 13. September seine Stimme geben soll?“, wollten „Glocke“-Redaktionsleiter Peter Wild und Radio-WAF-Chefredakteur Frank Haberstroh wissen. Rund ein Drittel der Gäste im Kolpinghaus hob die Hand.

In lockeren Diskussionsrunden gaben Wild und Haberstroh die Themen vor; Hornung und Linke verzichteten darauf, mit ausufernden Vorträgen Stellung zu beziehen, sondern beschränkten sich auf kurze präzise Wortbeiträge. Dabei stellte sich heraus, dass die Standpunkte der beiden Kandidaten in vielen Sachfragen nahezu übereinstimmen oder lediglich in Nuancen voneinander abweichen. Zu Themen wie die Zukunft des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums, Bürgerbeteiligung und Umgehungsstraßen entwickelten sich allerdings auch kleinere, verbale Auseinandersetzungen. Weitere Diskussionspunkte waren die lokale Wirtschaftsförderung, Tourismus, Entwicklung der Stadtteile, schnelles Internet für Warendorf, Wohnraumversorgung, die Flüchtlingssituation sowie Altstadtentwicklung und Marktplatzsanierung. Auch welche Musik die Kontrahenten am liebsten hören, haben die Besucher der Veranstaltung erfahren. Dass Andreas Hornung Herbert Grönemeyer und Udo Lindenberg mag, während Axel Linke „handgemachte Musik ohne Elektronik“ bevorzugt, dürfte nicht ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass es am Ende der Talkrunde nur noch ganz wenige unentschlossene Wähler im Saal gegeben hat.

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