Keine Außengastronomie im März und April
Die Ratssitzung verfolgten am Donnerstag auch die Marktplatz-Wirte Toni Pisanelli, Halil Basaran und Peter Grewer (v. l.).

Damit reagieren der Wirt des „In Mezzo“, Peter Grewer (Minibar) und Halil Basaran (Café Extrablatt) auf die Entscheidung des Rats, die Gebühren für die Außengastronomie auf dem Marktplatz zu erhöhen.

„Wir wollen zeigen, was ohne Gastronomie auf dem Marktplatz los ist: nämlich nichts“, begründet der Wirt die Aktion. Schließlich hätten die Wirte den Marktplatz überhaupt erst zum Leben erweckt. „Vorher war er tot.“

Der Wirt des „In Mezzo“ ist enttäuscht über die Art und Weise, wie der Beschluss zustandegekommen ist. „Demokratie habe ich da nicht gesehen“, sagt Pisanelli. „Die Politiker hatten schon entschieden, bevor sie in den Rat gegangen sind“, verweist er auf die Absprache zwischen den Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FWG. „Wozu wurden wir dann noch angehört?“

Seit 1985 ist Pisanelli als Gastronom in Warendorf tätig, 2011 ging er als erster auf den Marktplatz. Die Kommunikation mit der Stadt sei früher besser gewesen, sagt er. Er fühlt sich schlecht behandelt, auch wegen der späten Information über die geplante Erhöhung. Die E-Mail der Stadt darüber ging am 4. Februar bei den Wirten ein.

Auch Grewer bemängelt die schlechte Kommunikation, die er für das Hauptproblem an der Sache hält. „Das ist ganz dramatisch“, sagt er. „Mit uns wird gar nicht gesprochen.“ Er tausche sich mit befreundeten Gastronomen in anderen Städten aus: „Dort ist man definitiv glücklich über eine funktionierende Gastronomie.“ Und die Gäste honorierten die Qualität der Marktplatz-Gastronomie.

Die nun beschlossene Erhöhung um 40 Prozent hält er für unverhältnismäßig. „Wenn ich meinen Kaffee um 40 Prozent verteuern würde, würde niemand mehr bei mir Kaffee trinken.“ Der Rat hatte am Donnerstag dafür gestimmt, die Gebühren für den Marktplatz von 3,50 pro Quadratmeter und Monat auf 4,80 Euro zu erhöhen.

Einen Kommentar zu dem Thema lesen Sie am Wochenende in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“.

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