Kennenlernen und Freundschaft schließen
Der Interkultutelle Fußballclub Warendorf (IFC) hatte die Flüchtlinge aus der Notunterkunft in der ehemaligen Von-Ketteler-Schule zu einem Fußballturnier eingeladen, ein Angebot das gerne angenommen wurde.

Wie er empfinden auch viele seiner Mitspieler. Bojku ist Fußballer beim neu formierten Interkulturellen Fußballclub Warendorf (IFC). Als er von der Einrichtung einer Notunterkunft in Warendorf erfuhr, war ihm schnell klar: „Wir wollen da helfen. Wir wollen den Flüchtlingen eine Abwechslung zum tristen Alltag bieten“.

Gedacht – getan: Am Sonntag organisierten die IFC-Spieler ein gemeinsames Fußballturnier mit Flüchtlingen. Mehr als 20 Asylsuchende der Notunterkunft waren der Einladung auf den Sportplatz am Berufskolleg gefolgt. Sie bildeten mit den Kickern des IFC Warendorf acht gemischte Mannschaften. Gespielt wurde bis in den Nachmittag hinein. Verständigungsprobleme gab es wenige. „Wir sprechen in der Mannschaft viele Sprachen. Viele der Flüchtlinge, besonders die Syrer, konnten außerdem englisch“, erklärte Bojku, der mit dem Verlauf des Turniers restlos zufrieden war. „Es war einfach nur gut. Die Flüchtlinge waren so froh und so dankbar. Es hat alles wunderbar geklappt“, schwärmte er nach dem Abpfiff.

Unterstützt wurde der Fußballclub vom DRK, vom DITIB Warendorf und vom Erziehungs- und Bildungsverein. Das Essen hatte Veli Firtina spendiert. „Jeder Flüchtling hat sich persönlich mit Handschlag dafür bedankt, dass er dabei sein durfte“, sagte Bojku und stellte eine Wiederholung in Aussicht: „Wir müssen nur sehen, wie das in unserer Spielplan passen würde.“ Beim Turnier am Ball waren auch zwei Jugendliche aus der Notunterkunft. Für sie wolle man nun eine passende Mannschaft innerhalb der Warendorfer SU, die allen Turnierspielern Trikots zur Verfügung gestellt hatte, suchen. „Wir haben leider noch kein Jugendteam“, erläuterte Bojku. Einen erwachsenen Asylsuchenden aus Ghana hat der IFC Warendorf bereits ins Team aufgenommen – John Opuni. Der 27-Jährige wohnt in Freckenhorst und trainiert seit längerer Zeit mit. „Wir wollen jetzt eine Spielgenehmigung für ihn beantragen“, betonte Bojku. Aufmerksamer Beobachter des Turniers auf dem Sportplatz am Berufskolleg war Bürgermeister Jochen Walter. Er hatte die Spieler auf englisch begrüßt und freute sich über „diese tolle Idee“. „Sport ist der beste Weg, um zusammenzukommen und Freundschaft zu schließen“, erklärte Walter, der für seine Worte den Applaus sämtlicher Teilnehmer und Zuschauer erntete.

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