Kinder- und Jugendführer als Geschenk
Foto: Kleigrewe
Das 20-jährige Bestehen des Förderkreises Stiftskammer feierten Mitglieder und einige Gäste bei strahlendem Sonnenschein im Kreuzgang. Anlässlich des Geburtstags stellten die Verantwortlichen den neuen Kinder- und Jugendführer zu den Kostbarkeiten Freckenhorsts vor.
Foto: Kleigrewe

„Wir müssen die Leute von der Eisdiele in die Stiftskammer holen“, hatte Klaus Gruhn, der langjährige Vorsitzende des Förderkreises, in einem Brief an den Vorstand gefordert und damit den entscheidenden Anstoß gegeben. „Wir haben uns überlegt, dass man schon bei den Jüngsten anfangen muss, sie für ihren Ort und seine Schönheiten und Schätze zu begeistern“, erinnert sich Gruhns Nachfolgerin Marie-Theres Kastner. „So ist die Idee entstanden, einen Kinder- und Jugendführer herauszugeben.“

Gemeinsam mit ihrem Mann und einigen weiteren Helfern machte sich die Vorsitzende daran, ein Konzept zu entwickeln und den Führer zu erstellen. „Schließlich ist es als Förderverein nicht nur unsere Aufgabe, die Kunstschätze in der Stiftskammer zu hegen und zu pflegen, sondern auch das Wissen und die Begeisterung dafür weiterzugeben“, erklärte sie im Rahmen der kleinen Feierstunde, zu der Gründungsmitglieder, aktuelle Mitglieder und einige Gäste im Kreuzgang zusammengekommen waren.

„Uns war klar: Wenn wir wollen, dass auch die nächste Generation etwas mit den Zeugnissen des Glaubens und des Christentums in der Gemeinde anfangen kann, dann müssen wir jetzt anfangen, etwas zu tun“, ergänzte Erwin Kastner, der zwar aus Bayern kommt und lange in Münster gelebt und gearbeitet hat, aber „Freckenhorst im Herzen hat“, wie er lächelnd betonte.

Für das große Engagement der Kastners und des Förderkreises bedankte sich die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser. „Freckenhorst ist nicht nur die Warendorfer und die Hoetmarer Straße“, stellte sie fest. „Wir haben hier viel Schönes zu bieten. Aber wir müssen die Menschen und gerade die Jugend darauf aufmerksam machen.“ Der Kinder- und Jugendführer sei ein gutes Mittel dafür und werde nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern erreichen, zeigte sie sich überzeugt und gratulierte dem Förderkreis zu 20 Jahren wertvoller Arbeit.

Das Bauwerk der St.-Bonifatius-Kirche, der Taufstein, die Stiftskammer und die Zeugnisse des Glaubens in der Kirche – das sind die vier Themen, die mit jeweils einer eigenen, aufklappbaren Broschüre in dem Kinder- und Jugendführer aufgenommen werden.

„Weil die Jüngeren nicht mehr so viel und so gerne lesen, haben wir uns beim Text kurz gefasst“, erläutert Erwin Kastner, der selbst früher Lehrer war und sich bei der Entstehung des Führers mit der Grundschullehrerin Monikas Korthaus-Lindner beraten hatte. Ein positiver Nebeneffekt des eher sparsam gehaltenen Textanteils ist auch auf den Broschüren nachzulesen: „Ein Wegweiser für Kinder und Jugendliche – aber auch für Erwachsene, die wenig Zeit haben“ steht dort.

Dafür finden sich um so mehr eindrucksvolle Fotos in dem Führer. „Wir danken Stephan Kube aus Greven, der uns diese schönen Bilder geliefert hat“, erklärte Marie-Theres Kastner. Gedruckt hat die Broschüren, die in einer Mappe zusammengefasst sind, die Druckerei Burlage.

Die Kinder- und Jugendführer werden am Schriftenstand in der St.-Bonifatius-Kirche ausgelegt und können zum Preis von 2,50 Euro dort mitgenommen werden. „Wir werden sie aber auch den Schulen in Klassensätzen zu einem noch günstigeren Preis zur Verfügung stellen“, versprach die Vorsitzende des Förderkreises. Durch die Mappe sei es für die Schüler möglich, noch Arbeitsblätter hinzuzufügen. Und auch die Macher sehen noch Potenzial: „Es gibt da noch einige Spezialthemen, denen man eigene Broschüren widmen könnte und für die noch Platz ist“, stellten sie fest.

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