Kirche sucht nach Flüchtlings-Wohnraum
Bild: Oelgemöller
Die Kurie an der Freckenhorster Stiftskirche soll saniert werden. Hier könnte die Katholische Pfarrgemeinde zwei Wohnungen für Flüchtlinge bereithalten, um den Papst-Appell umzusetzen. 
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„Es ist gut und wichtig, die Gemeinden bei der Unterbringung von Flüchtlingen in die Pflicht zu nehmen“, sagt Pfarrdechant Manfred Krampe (Freckenhorst / Hoetmar). Aber nicht in allen Gemeinden gebe es leerstehende Wohnungen, die den Bedürfnissen entsprechen.

„Infolge der Fusion vor fünf Jahren sind bei uns alle Immobilien belegt, in denen wir Personen unterbringen könnten“, erklärt Kreisdechant Peter Lenfers. Der Kirchenvorstand von St. Laurentius sei dem Thema gegenüber jedoch grundsätzlich positiv eingestellt. „Wir arbeiten daran, eine Lösung zu finden“, betont Lenfers. Möglich sei, dass sich zum Jahreswechsel Neues ergebe.

Zwar ist in St. Bonifatius und St. Lambertus der Aufruf des Papstes noch nicht umgesetzt worden, zwei Wohnungen werden jedoch bald hergerichtet. „Die 200 Jahre alte Kurie am Kirchplatz in Freckenhorst soll dafür saniert werden“, erläutert Krampe. Doch die Arbeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen – vermutlich bis Mitte 2016.

Für die Kirchengemeinde Ss. Bartholomäus und Johannes der Täufer (Einen / Milte) sagt Pater Tom: „Wir sind dabei, passende Wohnungen zu suchen und haben einige Ideen gesammelt.“

Grundsätzlich finden es alle drei Geistlichen richtig, dass sich die Pfarreien in der Flüchtlingshilfe einbringen. „Es ist ein wichtiges Signal, dass wir uns als Christen einsetzen und in den Gemeinden und Vereinen Offenheit zeigen und uns engagieren“, erklärt Lenfers.

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