Klimaschutzpreis geht nach Warendorf
Bild: Andreas Poschmann
Der Klimaschutzpreis, der gemeinsam von der Stadt Warendorf und der RWE Rheinland Westfalen Netz AG ausgelobt worden war, ist am Donnerstag zum ersten Mal verliehen worden. Die Preisträger kamen in der Kreativ-Lounge der Industriedruckerei Darpe zusammen.
Bild: Andreas Poschmann

Ausgezeichnet wurden am Donnerstag Wilhelm und Sylvia Pötter, Anja und Ludger Terwort, das Mariengymnasium, die Naturschutzjugend NaJu sowie das Industriedruck-Unternehmen Darpe für beispielhafte Umweltschutzprojekte. „Wir waren richtig überrascht über die Vielfalt der eingereichten Projekte“, sagte der städtische Wirtschaftsförderer Torsten Krumme.

Neue Energien für altes Haus

Bei der Familie Pötter kommt zum Beispiel Regenwasser in die WC-Spülung. Außerdem findet sich auf dem Hausdach eine mehr als elf Quadratmeter große Kollektorfläche, die die Warmwasseraufbereitung ebenso unterstützt wie Heiztaschen im Kamin. Bis zu 25 Prozent Heizenergie kann die Familie so pro Jahr einsparen – bei einem Haus aus dem Jahre 1640 eine stolze Leistung.

Sonnenstrom für Terrarien

Gespart wird auch bei der Familie Terwort. Hier sorgen eine thermische Solaranlage, eine Pelletheizung sowie eine Grauwasseranlage und Photovoltaik für entsprechenden Umweltschutz. Auch das Mariengymnasium setzt auf Photovoltaik. Und die Energie daraus wird sogar gespeichert. Mit dem Strom werden unter anderem die Terrarien und Aquarien des kleinen „Zoos“ im Innenhof versorgt. Die Naturschutzjugend hat nicht nur drei Solarkocher selbst gebaut, von denen einer in der Von-Galen-Realschule steht und einer nach Brasilien verschickt werden soll. Außerdem, und damit haben sich die jüngsten Naturschützer beworben, hat sich die Gruppe maßgeblich an der Emsrenaturierung in Einen beteiligt.

Effizienz im Firmengebäude

Industriedruck Darpe schließlich kann nicht nur CO2-neutral drucken, sondern hat in neueste Heizungs- und Lüftungstechnik mit integrierter Wärmerückgewinnung investiert, die Chemieabfälle um die Hälfte reduziert und auf Öko-Druckfarben umgestellt.

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