Kolping-Initiative „ganz große Tat“
Bild: Sulz
Die Jungs vom Elferrat des Kolpingkarnevals sorgten bei der Feier anlässlich der Rettung des Kolpinghauses vor zehn Jahren mit ihrer Tanzeinlage für beste Stimmung im Publikum.  
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Mit diesen Worten der Wertschätzung richtete sich Bürgermeister Jochen Walter an die Gäste des Gründungsfests. Zwar war die Entscheidung zum Kauf eine mutige und aus heutiger Sicht enorm erfolgreiche, doch mindestens genauso bemerkenswert ist der Einsatz der Kolpingsfamilie in der Zeit zwischen Schließung des Hauses und Unterzeichnung des Kaufvertrages.

Paul Wiedenlübbert, Geschäftsführer der Kolpinghaus Warendorf GmbH & Co. KG, erinnerte sich gemeinsam mit allen Anwesenden: Nachdem 2002 das Konzept der Nachfolger der ehemaligen Pächter Otto und Elke Strotmeier gescheitert war, entschlossen sich kurzerhand 50 Kolpingschwestern und -brüder, den Gaststättenbetrieb auf eigene Faust weiterzuführen. Fast ein Dreivierteljahr führten sie den abendlichen Thekendienst in Eigenregie und realisierten sogar zahlreiche Veranstaltungen wie das „Bordfest“ des Shantychors, den Kolpinggedenktag, die Karnevalsfeier der Frauengemeinschaft und das eigene Jubiläum im Januar 2003.

Bei einem Helferfrühstück am 29. Dezember 2002 war zum ersten Mal die Idee aufgekommen, das Kolpinghaus zu kaufen. Infolgedessen wurden zahlreiche Versammlungen abgehalten und Verhandlungen geführt, bis schließlich am 18. März 2003 – kurz vor Toresschluss – die Kolpinghaus Warendorf GmbH & Co. KG gegründet werden konnte. Diese unterzeichnete am 25. März 2003, nachdem das Ehepaar Luchtefeld als neue Pächter gewonnen werden konnte, die Kaufverträge. „Eine Erfolgsgeschichte begann“, bemerkte Wiedenlübbert nicht ohne Stolz. Der Geschäftsführer sowie auch Martin Hülsmann, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, Paul-Ludwig Rosche aus dem ehemaligen Schutzvorstand und Präses Kreisdechant Peter Lenfers dankten allen Beteiligten und blickten optimistisch auf eine lange und weiterhin so erfolgreiche Zukunft des Hauses, das heute unter der Leitung von Bianca und Matthias Jäger steht.

Für Abwechslung und ausgelassene Stimmung sorgten amder Jungelferrat mit einer unterhaltsamen Tanzeinlage, Agnes Krühler und Waltraud Gräffker, die einen amüsanten Sketch darboten, sowie Tristan Löhrs und Thomas Hokamp mit ihrem Auftritt als „Blue Two’s“.

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