Krankenhaus setzt Dr. Biller vor die Tür

Das Kuratorium des Josephs-Hospitals hat mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Martin Biller beendet.

Ein entsprechender Beschluss war offenbar einstimmig während einer Kuratoriumssitzung am Donnerstag gefasst worden, ist aber erst am Freitagabend in Form einer Pressemitteilung vom Büro von Bürgermeister Jochen Walter veröffentlicht worden. Für eine Stellungnahme war zu diesem Zeitpunkt niemand mehr zu erreichen.

Es hätten sich Erkenntnisse ergeben, die allerdings in keinem direkten Zusammenhang mit der ohnehin geplanten Vertragsauflösung mit Biller zum Ende dieses Jahres stünden. „Diese Erkenntnisse liegen darin, dass nach Überzeugung des Kuratoriums über mehrere Jahre Vergütungsanteile in einer Größenordnung von insgesamt deutlich mehr als 100 000 Euro ohne die hierfür jährlich notwendigen Beschlüsse des Kuratoriums an Dr. Biller ausgezahlt worden sind“, hieß es zunächst in einer Pressemitteilung von Bürgermeister und Kurator Jochen Walter.

In einer aktuellen Mitteilung präzisiert Walter, dass sich die durch nicht gehmigte Gehaltszahlungen entstandene Rückfoerderungssumme der Stiftung inklusive der gesetzlichen Verzinsung auf rund 120000 Euro belaufe. Die über die zu betrachtenden Jahre netto tatsächlich von Biller vereinnahmte Summe der nicht genehmigten Bezüge liege nach Abzug der Zinsen und in Abhängigkeit von der berücksichtigten Besteuerung entsprechend niedriger.

Für die Suche nach einer Übergangslösung seien bereits erste Schritte eingeleitet worden.

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