Kreisverkehr ist Unfallschwerpunkt
Bild: Döhring
Auf die Fahrbahn gemalte Dreiecke sollen zusätzlich auf den Kreisverkehr an der Reichenbacher Straße hinweisen. Der Kreisel ist ein Unfallschwerpunkt und stark frequentiert. Lkw können den Schwenk nicht fahren.
Bild: Döhring

Doch dieser Kreisel ist ein Unfallschwerpunkt: 2014 kam es nach Angaben der Polizei zu vier Unfällen, 2015 zu fünf und im vergangenen Jahr zu sieben. Die Enge macht den Kreisel unübersichtlich. Auf der Reichenbacher Straße befindet sich zwar jeweils eine Übergangsinsel für Fußgänger, allerdings fehlen diese aus Richtung Düsternstraße, sodass es für Fußgänger schwierig ist, die Straße sicher zu überqueren. Sattelschlepper müssen geradeaus über den Kreisel fahren, das erfordert äußerste Vorsicht für alle anderen Verkehrsteilnehmer – ganz besonders, wenn Radfahrer ebenfalls am Verkehrsgeschehen teilnehmen. „Eine vor dem Kreisel angebrachte Tempoanzeige bei Überschreiten vorgeschriebener Geschwindigkeit wäre zumindest eine Möglichkeit, die Unfallhäufigkeit zu reduzieren“, meint Anna Meier, Angestellte des Cafés Hosselmann, das direkt am Kreisverkehr liegt. „Viele unserer Kunden, insbesondere die älteren Gäste, kommen schon gar nicht mehr in das Café, da ihnen die Überquerung der Straßen einfach zu gefährlich ist.“

Auch bei Polizei und Stadt ist das Problem bekannt. Aufgrund der vielen Unfälle haben Polizeibehörde und Stadtverwaltung sich ausgetauscht. Das Ergebnis: Die Sichtbarkeit des Kreisels soll erhöht werden, damit Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer klar erkennen können, dass es sich um einen Kreisel handelt und besondere Verhaltensregeln zu beachten sind. So wurden auf der Reichenbacher Straße Hinweismarkierungen zur Vorfahrt-Gewährung auf die Straße aufgemalt. Diese Dreiecke sollen noch einmal mit reflektierender Farbe überstrichen werden, damit sie mehr auffallen, informiert Jörg Rehfeld, Teamleiter Straßenverkehr der Stadt. „Dort, wo es notwendig ist, sollen Schilder und Markierungen angebracht werden. Der Kreisel darf aber nicht überladen wirken und muss von jedem Verkehrsteilnehmer verstanden werden“, betont Rehfeld.

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