Künstlerin schöpft aus dem Fundus
Bild: Tenbrock
Die Künstlerin Christine Laprell stellt ab dem morgigen Sonntag 30 ihrer Werke in der Ausstellung „Aus dem Fundus“ im Theater am Wall aus.
Bild: Tenbrock

Die zwölfjährige Viktoria Bedke wird die Veranstaltung am Klavier begleiten. Christine Laprell hat sich in der Kunstszene längst einen Namen gemacht. Seit 1992 stellt sie ihre Bilder im In- und Ausland aus. Sie freut sich besonders, ihre Werke in der Warendorfer Kulturstätte zeigen zu können: „Ich habe eine große Affinität zum Theater und bin begeistert, dass mich der Kunstkreis Warendorf hierher eingeladen hat“, sagte die 59-Jährige am Freitag während des Aufhängens der Bilder im TaW. Sie schätze den Kunstkreis der Emsstadt sehr, da „er sehr rege ist“. Vor einem Jahr habe sie die Einführung zur Ausstellung des Ahlener Künstlers Manfred Brückner im TaW gemacht.

Rund 30 Werke werden bis Sonntag, 23. Februar, im hinteren Foyer als auch im Dachtheater zu sehen sein. Christine Laprell, deren aktuelle Werke ab Dezember in Mainz ausgestellt werden, hat eine Bilderserie mitgebracht, die vor zehn Jahren entstanden ist: Sie habe diese Bilder für sich wiederentdeckt, da sie verhalten, zart und mit vielen Leerräumen sind und dadurch stark arbeiten, erläuterte die Künstlerin im Pressegespräch. Innerhalb der Serien kehren auch immer bestimmte Farben und Zeichen wieder. Die Malerin, die aus Hagen (Westfalen) stammt und auch als Kunst- und Theaterlehrerin an Schulen arbeitet, ist seit 1980 künstlerisch tätig. Sie verarbeitet in ihren Bildern „marode Materialien, die niemand mehr anschaut“.

 Das können beispielsweise Fäden, Folien oder Bauplanen sein: „Ich bin ein Jäger und Sammler“, verrät Christine Laprell. „Auf jeden Fall weisen die Dinge Gebrauchsspuren auf.“ In jedem Bild finde sich zudem ein Blütenblatt, da sie an ihrem Arbeitsplatz im Sommer Blätter vom Boden sammele und verarbeite. Es entstehen interessante Werke, bei denen Malerei und Kollagen untrennbar miteinander verbunden sind.

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