Kurzfilme von Talenten auf der Leinwand
Bild: Reckeweg
„Film ab“ heißt es für elf ausgewählte Kurzfilme beim Kurzfilmprojekt „Augenblicke“ von Ursula Pinnekamp, Leiterin Haus der Familie, Horst Breuer, Kulturamt der Stadt, Marita Teunissen, Haus der Familie und Moderatorin sowie Raphaela Lagrange, Verein TaW.
Bild: Reckeweg

Filme sollen nicht nur konsumiert werden. Der Betrachter soll sich mit ihnen beschäftigen, sich mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Aussage durchdringen. „Das Projekt lebt davon, dass die Zuschauer diskutieren“, sagt Horst Breuer vom Kulturamt der Stadt Warendorf.

Die Filme seien im Vorfeld von der Deutschen Bischofskonferenz nach den Kriterien Kinotauglichkeit, inhaltlicher und ästhetischer Anspruch sowie origineller und lebensbejahender Unterhaltung ausgewählt worden, sagt Marita Teunissen vom Haus der Familie, die auch die Zuschauer durch den Abend führen wird.

Am Ende der Vorstellung können die Besucher Punkte vergeben und damit den Warendorfer Kurzfilm des Jahres küren. „Wir haben hier ein gutes Publikum mit vielen Stammgästen, das in einer tollen Atmosphäre richtig in Wallung gerät“, berichtet Breuer.

Die Filme, bei denen freie Autoren, Filmhochschulstudenten oder andere Filmkünstler Regie geführt haben, warten teils mit Auszeichnungen und professioneller Besetzung auf. So spielen etwa Gustav Peter Wöhler und Anke Engelke in „Herman The German“ von Michael Binz mit, der schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Der Film handelt vom Bombenentschärfer Herman, der erfährt, dass eine Krankheit die Emotion „Angst“ verhindert. Deshalb muss er sämtliche Phobien der Welt ausprobieren, um wieder normal zu werden.

Andererseits gibt es auch einige Filme, deren Autoren nicht zu den großen Namen gehören. „So bekommen viele junge Autoren die Chance, bekannter zu werden, sodass die Filme überhaupt mal gezeigt werden“, so Teunissen. Eher bedrückend ist der Film „Geschwister“. Dabei erfahren drei Geschwister beim Essen, dass ihr Vater wahrscheinlich ausziehen wird. „Der Film lässt einen wirklich über die Lebenssituation von Familien nachdenken“, verrät Teunissen.

 Insgesamt sei eine bunte Mischung der Filmstimmungen vertreten. „Der Wechsel von heiter zu ernst ist gut, das zeigt die Realität, in der sich gute und schlechte Phasen immer wieder abwechseln“, sagt die Moderatorin des Abends. „Das sorgt für viel Diskussionsstoff, was wir für den Abend auch unbedingt wollen.“

 Die Vorstellung beginnt am Samstag, 11. März, um 20 Uhr, im Theater am Wall, Wilhelmsplatz 9. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt drei Euro.

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