LLambi trägt das Herz auf der Zunge
Bild: Dorsel
Nach der Lesung nahm sich der Buchautor Joachim Llambi Zeit für Autogramme und Gespräche.
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Llambi weiß, dass sich viele Menschen mit Kritik schwertun und hat sowohl als Profitänzer als auch im Beruf viel Erfahrung zu diesem Thema sammeln können. Seine Ratschläge zu gelungener Kritik fasste er nun in dem Buch „Das wollte ich ihnen schon immer mal sagen – Mut zur ehrlichen Kritik“ zusammen. Am Donnerstagabend war er auf Einladung der Buchhandlung Ebbeke und in Kooperation mit der Volksbank zu Gast in Warendorf, um aus seinem Buch zu lesen und Fragen der interessierten Zuschauer zu beantworten.

Zunächst berichtete er aus seiner Sicht von „Let’s Dance“ und erklärte, warum Kritik so wichtig ist: „Mit ihr treibe ich die Kandidaten immer weiter an, bis sie meine Erwartungen erfüllen oder sogar übertreffen.“ In einer ersten Fragerunde erfuhren die interessierten Zuhörer im vollbesetzten Volksbank-Veranstaltungsraum viel über „Let’s Dance“, hatten aber auch die Möglichkeit, ganz persönliche Fragen zum Thema Kritik zu stellen. „Kluge Kritik ist eine Schlüsselqualifikation, beruflich und privat. Kehrt man alles unter den Teppich, wird der Haufen irgendwann zu groß und er lässt sich nicht mehr lösen“, betonte Llambi die Bedeutung von gelungener Kritik.

Im zweiten Teil seiner Lesung ging es um eine ganz andere Form von Kritik: Im Kapitel „Meinungsmaschine Internet – wie Anonymität unsere Kommunikation verändert“ wies Joachim Llambi zum einen daraufhin, wie hilfreich die schnelle Kritik im Netz für Medienformate sei, bezog aber auch deutlich Stellung zu anonymer Kritik durch Decknamen: „Wer ehrlich kritisiert, muss mit seinem Namen dahinter stehen.“ Die Kernbotschaft Llambis ist deutlich: „Gute Kritik ist etwas Erstrebenswertes, etwas, das wir brauchen.“

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