„Läutehaus“ soll zum „Leutehaus“ werden
Bild: Baumjohann
 Aus dem Jahr 1905 stammt das Läutehaus an der Ahlener Straße in Hoetmar. Die Heimatfreunde Dorf Hoetmar wollen es nun von der Stadt übernehmen, denkmalgerecht sanieren und neu nutzen.                      
Bild: Baumjohann

Als ein Projekt des Dorfentwicklungskonzepts (DEK) hat es sich der Verein Heimatfreunde Dorf Hoetmar auf die Fahnen geschrieben, das 1905 erbaute Läutehaus an der Ahlener Straße in ein so genanntes Leutehaus für die Hoetmarer Bevölkerung umzugestalten. In dem dreiteililgen Gebäude sollen unter anderem eine Mietwohnung, die Geschäftsstelle des Sportclubs Hoetmar mit einem Versammlungssaal sowie ein zentrales Dorfbüro untergebracht werden.

Doch bevor das geschieht, muss das seit dem Jahr 2005 leerstehende Haus von Grund auf saniert werden. Davon konnten sich die Ausschussmitglieder bei einem Ortstermin am Mittwoch überzeugen. Die Gesamtkosten für die Sanierung werden auf 340 000 Euro geschätzt. Der Verein will 60 000 Euro davon als Eigenleistung erbringen. Zudem hat die NRW-Stiftung eine Förderung in Höhe von 100 000 Euro in Aussicht gestellt. Bleibt eine Finanzierungslücke von 180 000 Euro, um deren Deckung der Verein die Stadt gebeten hatte. Denn nur, wenn die Stadt zumindest die Absicht erkläre, die Summe zu übernehmen, könne der Zuschuss der NRW-Stiftung fließen.

Die Verwaltung halte die Gewährung der beantragten Summe für gerechtfertigt, erklärte der Erste Beigeordnete Dr. Martin Thormann und nannte gleich drei Gründe: das Konzept sei überzeugend und nachhaltig, es gebe kaum eine Nutzungsalternative für das denkmalgeschützte Haus und da sei die Möglichkeit der Förderung durch die NRW-Stiftung.

Dem konnten sich die Ausschussmitglieder nur anschließen. Sie plädierten deshalb einstimmig dafür, dass der Verein Heimatfreunde Dorf Hoetmar in seinen Bemühungen unterstützt wird und die Stadt – vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Haushaltsplan 2015 – eine Co-Finanzierung in Höhe von 150 000 Euro übernimmt. Dies allerdings nur, wenn die NRW-Stiftung die avisierten Fördermittel in Höhe von 100 000 Euro zur Verfügung stelle.

Die endgültige Entscheidung darüber falle im Dezember, informierte dazu der Heimatvereins-Vorsitzende Josef Brand. Er sei aber guter Dinge, dass der Zuschuss auch wirklich komme.

SOCIAL BOOKMARKS