Laien-Mimen spielen „Mord am Hansetag“
Bild: Wild
Engagierte Menschen aus Warendorf und Umgebung haben sich zu einem Theaterensemble  zusammengefunden, um den Besuchern des Hansetags am 18 und 19. Mai ein kriminalistisches Schauspiel aus Zeiten des Handelsbunds zu bieten.
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Beate Trautner hatte die Idee, zusätzlich zu den geplanten Führungen ein Theaterstück zu konzipieren und damit die Innenstadt zu „bespielen“. Die Szenen und Dialoge, sagt die Theaterpädagogin, basierten auf „historischen Fakten“, die Alfred Smieszchala, Mitarbeiter des Kulturbüros der Stadtverwaltung, für die Inszenierung recherchiert hatte. Der erste Gesamtdurchlauf der Proben hat  am Mittwochabend an den späteren Originalschauplätzen stattgefunden.

Hudepohl ermittelt im Mordfall Sudholz

Und das passiert beim „Mord am Hansetag“: Matthias Hudepohl ist zu den Hansetagen aus Lübeck nach Warendorf gekommen, um Geschäfte mit edlem Linnen zu machen. Da geschieht ein Mord: Der Tuchhändler Sudholz wird ermordet. Hudepohl (Markus von Hagen) und Bettlerin Stina (Beate Trautner) werden auf den Weg geschickt, den Mord zu klären, und die aufgebrachte Bevölkerung muss mit. Durch jede Szene huscht eine dunkle Gestalt (der Mörder?) und treibt das Geschehen an.

Während Trautner sich um die Regie und die theatralischen Elemente kümmert, erledigen Alfred Smieszchala und Kulturbüroleiter Horst Breuer das Organisatorische. Denn insgesamt werden acht Orte in der Innenstadt bespielt. Dafür müssen unter anderem die Gildebänke in der Laurentiuskirche nach vorn geholt werden, und um die Schreibschule (Skriptorium) darzustellen, ist eine Video-Installation geplant. Die Kostüme bekommen die Laien-Mimen vom Stadttheater Münster zur Verfügung gestellt.

Einmal pro Woche proben seit März

Seit Anfang März sind die mehr als 20 Akteure aus Warendorf und umliegenden Orten in der Probenarbeit. Zu Beginn jeder Probe gibt es ein Schauspieltraining. Ihre Mission zum Hansetag: Spaß zu haben und anderen Freude am historischen Rollenspiel zu vermitteln.

Am Mittwochwurden die einzelnen Szenen zusammengefügt und damit der gesamte Rundgang erstmals durchgespielt. Die Generalprobe in Kostümen wird am 16. Mai sein, am 18. und 19. Mai (jeweils 12.30 und 15.30 Uhr) geht es vom Rathaus aus in die Laurentiuskirche und zu weiteren Spielorten der östlichen Altstadt.

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