Land sagt Geld für Emsinsel-Prozess zu
Bild: Wild
Der Schandfleck soll weg: Um eine Nachfolgenutzung für die ehemalige Textilfabrik Brinkhaus zu konzipieren, will die Stadt mit „NRW.Urban“ zusammenarbeiten,. Die Förderung aus dem Programm „Flächenpool NRW“ ist jetzt in trockenen Tüchern.
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Warendorf gehört zu elf Städten und Gemeinden in NRW, die für 2018 eine Zusage erhalten. Im Rahmen der Stadtentwicklungsmesse „Polis Convention“ hat das Ministerium für Heimat, Kommunales und Bau das Ergebnis des vierten Auswahlverfahrens zur Aufnahme in den „Flächenpool NRW“ gestern bekannt gegeben. Auch Warendorf soll mit Hilfe des Förderprogramms „bei der Aktivierung brachgefallener oder untergenutzter Flächen unterstützt“ werden.

Der Chef im Bauamt der Stadt, Peter Pesch, zeigte sich hocherfreut über die Zusage aus Düsseldorf. „Das war der Startschuss. Wir werden jetzt Kontakt mit unseren Partnern von ,NRW.Urban‘ aufnehmen, um das weitere Prozedere abzustimmen.“ Grundsätzlich gelte die Zusage sowohl für das Brinkhaus- wie auch das Tacke-Gelände (Freckenhorst).

NRW.Urban ist eine Tochtergesellschaft des Landes, die Experten für die externe Beratung von Kommunen stellt. Ziel ist es, brachliegende oder untergenutzte Standorte im Innenbereich zu überplanen. Wie es in einer Presseerklärung der zuständigen Ministerin Ina Scharrenbach heißt, sei es vorrangiges Ziel, diese Brachflächen „als Bauland für Wohnen oder Gewerbe zu aktivieren“ und dadurch „Heimat zu schaffen“, sagte die Ministerin. Aufgrund der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt würden Potenzialflächen für den Wohnungsbau „besonders berücksichtigt“.

Damit äußert sich die 41-jährige CDU-Politikerin zwar nur allgemein zu der Zielrichtung des Landesprogramms und hat Warendorf nicht konkret im Blick. Gleichwohl wird diese Äußerung die Kritiker aus Bürgerschaft und Politik alarmieren, die in der Zielrichtung eher für eine Einbeziehung der „Emsinsel“ in eine grüne Emsaue eintreten.

Eine Vorabfestlegung auf Bebauung sieht Peter Pesch gleichwohl nicht. Er möchte in einen „ergebnisoffenen“ Planungsprozess unter Einbeziehung aller Bürger, auch der Ideen des „Arbeitskreises Neue Emsinsel“, eintreten. Mit dieser offenen Haltung werde er auch auf „NRW.Urban“ zugehen und das weitere Vorgehen absprechen. Termine für den Auftakt der Workshop-Phase wollte Pesch noch nicht nennen.

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