Laurentius-Pfarre unterstützt Maria 2.0
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Mit den Forderungen der Bewegung „Maria 2.0“ identifizieren sich auch die Haupt- und Ehrenamtlichen der Warendorfer Pfarrgemeinde St. Laurenmtius, wie es jetzt in einer Stellungnahme aus dem Pfarrhaus heißt.
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Mit Wortgottesdiensten vor den Kirchen und anderen sichtbaren Zeichen werden diese Forderungen seit dem letzten Wochenende von der Initiative Maria 2.0 „zu dringend notwendigen Veränderungen kirchlicher Strukturen vorgetragen und begründet“, heißt es in der Stellungnahme aus dem Pfarrhaus an der Klosterstraße, die ausdrücklich auch von Pfarrer Peter Lenfers unterstützt wird.

Unterstützung erfährt die münstersche Initiative sowohl von kirchlichen Verbänden wie den Katholischen Frauengemeinschaften (KFD), dem Katholischen Deutschen Frauen-Bund (KDFB) und dem Zentralkomitee Deutscher Katholiken (ZDK) als auch von unabhängigen Gemeindegruppen. Die bistums-und bundesweiten Aktionen, die am vergangenen Wochenende begonnen hatten („Die Glocke“ berichtete) „ scheinen einen empfindlichen Nerv beziehungsweise ein großes Verlangen vieler Menschen nach Veränderungen in der katholischen Kirche zu berühren“, heißt es aus dem Pfarrbüro.

Solidarisch mit Hauptforderungen

Die Hauptforderungen von „Maria 2.0“ seien: die Aufarbeitung und Aufklärung aller Missbrauchsfälle und die Bestrafung der Täter unter selbstverständlicher Hinzuziehung weltlicher Gerichte, die Aufhebung des Pflichtzölibats, die Gleichberechtigung von Männern und Frauen auch in der katholischen Kirche sowie die Ausrichtung der kirchlichen Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen.

Die Initiatorinnen von „Maria 2.0“ sprechen von einer „Graswurzelbewegung“, die nun in Gang gekommen sei und sie sind begeistert davon, wie viele Gruppen sich auf den Weg machen, selbst an einer Erneuerung der Kirche mitwirken zu wollen und nicht mehr allein an eine Veränderung von oben glauben. Auch in Warendorf wollen sich Katholiken, Frauen und Männer, engagieren. Dabei geht es in erster Linie nicht um eine Kritik an der Ortsgemeinde, sondern vielmehr um das Ziel einer grundsätzlichen Erneuerung der Kirche als Institution gemäß den Forderungen der Initiative „Maria 2.0“.

Dialogpredigten nächstes Wochenende

Am kommenden Wochenende werde deshalb in allen Gottesdiensten der Gemeinde eine Dialogpredigt mit Frauen und Männern zu diesen Themen und ihren eigenen Erfahrungen damit stattfinden. Zudem weist die Gemeinde auf einen Gesprächsabend hin, der am 27. Juni ab 19.30 Uhr im Pfarrsaal von St. Josef stattfinden soll. Eingeladen seien „Frauen und Männer, die sich für eine Erneuerung der Kirche als Institution interessieren und einsetzen wollen“, heißt es abschließend.

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