Lehmkühler erhält Bundesverdienstkreuz
Bild: Baumjohann
Für 51 Jahre herausragenden Engagements beim Warendorfer Ortsverein des DRK wurde am Mittwoch Hubert Lehmkühler geehrt. Der Warendorfer Bürgermeister Axel Linke (l.), Lehmkühlers Frau Christa und Landrat Dr. Olaf Gericke gratulierten ihm.
Bild: Baumjohann

Zuvor hatte Landrat Dr. Olaf Gericke dem Warendorfer, der nach Gründung des DRK-Ortsvereins 51 Jahre dessen Vorsitzender war, die hohe Auszeichnung ans Revers geheftet.

Einsatz für Rettungswagen in Beelen und zahlreiche Blutspendetermine

1968, zwei Jahre nachdem er nach Warendorf gekommen war, hatte Lehmkühler das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in der Emsstadt mitbegründet, war dessen Vorsitzender geworden und hatte so eine Grundlage für die bestmögliche rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung in Warendorf und Umgebung geschaffen, würdigte Gericke die Verdienste des Ausgezeichneten.

Der Landrat erinnerte in seiner Laudatio auch an Lehmkühlers Einsatz für die Stationierung eines Rettungswagens in Beelen, für die Umwandlung der alten Feuerwache an der Südstraße zu einem DRK-Haus, für die Aufnahme der Beförderung mobilitätseingeschränkter Personen in das Aufgabengebiet des DRK und nicht zuletzt für die Organisation der jährlich mehr als 30 Blutspendetermine.

In nur wenigen Stunden Zusage für Flüchtlingsunterkünfte gegeben

Lehmkühler sei zudem Mitinitiator des Jugendrotkreuzes im DRK Warendorf und habe dank seines organisatorischen Geschicks und seiner großen Erfahrung der Stadt Warendorf im August 2015 innerhalb nur weniger Stunden die Zusage zur Sicherstellung einer Notunterkunft für Flüchtlinge geben können.

Nicht zuletzt sei es auch Hubert Lehmkühler zu verdanken, dass das DRK Warendorf seit 2009 einer der Vorreiter im Rettungsdienst in Deutschland sei, was die Beschäftigung von Auszubildenden angehe. Gericke: „Du warst immer derjenige, der den Weg für neue Initiativen und Aktivitäten ebnete.“

Ehefrau Christa hat ehrenamtliches Engagement stets unterstützt

Das sind Verdienste, die auch das Rote Kreuz zu würdigen wusste, erhielt Hubert Lehmkühler schon 2008 die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe. Seit Mittwoch trägt Hubert Lehmkühler auch das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Verdienstkreuz am Bande, das nicht nur Lehmkühlers Engagement im DRK, sondern auch seine 40 Jahre währende Tätigkeit im Rotary Club der Emsstadt und beispielsweise die während seiner Präsidentschaft vorangetriebene „Polio-Plus-Aktion“ würdigt.

Lehmkühlers Ehefrau Christa überreichte Dr. Olaf Gericke einen Blumenstrauß als Dankeschön dafür, dass sie ihren Mann in seinem ehrenamtlichen Engagement stets tatkräftig unterstützt hatte.

„Du hast einen Verein übergeben, der sauber aufgestellt ist“

Lobende Worte für Lehmkühler fand auch Freiherr Friedrich Spies von Büllesheim, der als Stellvertretender Vorsitzender im DRK-Vorstand mit ihm zusammengearbeitet hatte: „Du hast einen Verein übergeben, der wirtschaftlich in Ordnung und sauber aufgestellt ist. Das ist eine hohe Leistung.“

Schwierige Zeiten habe man bravourös gemeistert, es habe keine Sitzung gegeben, zu der Lehmkühler nicht mit präzisen Vorstellungen gekommen sei.

Es gab auch unruhige Zeiten beim DRK

Der Gewürdigte dankte seiner Frau Christa und den Ehrenamtlichen, die sich im Laufe der Jahrzehnte mit ihm im Warendorfer DRK engagiert hatten – unter vielen anderen auch Heinz Reifert, der 51 Jahre Kassierer des Ortsvereins war und der dem neuen Ordensträger gestern im Kreishaus gratulierte. „Es war nicht immer einfach. Wir haben auch unruhige Zeiten gehabt, man hat nicht immer gut geschlafen“, blickt er auf seine Zeit als DRK-Vorsitzender zurück. „Aber wir haben durchgezogen und es bis heute ganz ordentlich geschafft. Ich mache mir keine Sorgen, dass das DRK Warendorf nicht weiter prosperiert.“

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Lehmkühler das Amt des DRK-Vorsitzenden an Dr. Friedhelm Vogel weitergegeben und wurde zum Ehrenmitglied des Ortsvereins Warendorf ernannt.

SOCIAL BOOKMARKS