Liegend aus dem Kirchturm gerettet
Die meisten „Patienten“ konnten auf eigenen Beinen das Turmgebäude verlassen. Einer aber musste liegend nach unten transportiert werden.

Was sich wie eine erschreckende Nachricht anhört, ist jüngst nur die Ausgangslage einer Gemeinschaftsübung zwischen dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den Warendorfer Maltesern gewesen, die im Turm der Laurentiuskirche stattfand. „Wir arbeiten seit Jahren bei Sanitätsdiensten gut zusammen und wollten uns jetzt gemeinsam erproben“, erläuterte Christoph Buxbaum vom DRK. Zusammen mit Thomas Weil von den Maltesern hatte er die Übung ausgearbeitet.

„Die Schwerpunkte lagen zum einen bei der Menschenrettung im Kirchturm selbst, zum anderen beim Errichten und Betreiben einer Verletztensammelstelle“, erläuterte Thomas Weil die Ziele. Während sich die Malteserhelfer um die Rettung und Erstversorgung der Patienten kümmerten, bauten die Helfer des DRK vor dem Hauptportal des Gotteshauses eine Verletztensammelstelle zur Versorgung der Patienten auf. Die meisten konnten nach der Erstversorgung auf eigenen Beinen das Turmgebäude verlassen. Einer aber musste liegend nach unten transportiert werden. „Das stellte eine besondere Herausforderung an die Einsatzkräfte dar, da trotz der Enge im Gewölbe und auf der Wendeltreppe der Patient schonend getragen werden musste und auch der Eigenschutz der Helfer nicht in Vergessenheit geraten durfte“, sagte Weil.

Außer der medizinischen Versorgung wurden auch die Kommunikation sowie das Ausleuchten von Turm, Kirchenschiff und Hauptportal geübt. Am Ende der Übung zogen alle ein positives Resümee. Nach ungefähr einer Stunde waren elf Patienten aus dem Turm gerettet und durch die Rettungskräfte versorgt worden. „Es hat uns gezeigt, dass wir auch für größere Schadenslagen gut aufgestellt sind“, waren sich am Ende Christoph Buxbaum und Thomas Weil einig.

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