Lob für die Markt-Innenfläche
Passend zum Aufbau des Weihnachtswäldchens ist der Marktplatz fertig gepflastert. Das „Glocke“-Mobil war gestern vor Ort, um die Meinung der Bürger zum Ergebnis zu erfragen.

Sie war einer der Besucher am „Glocke“-Mobil, das zum Abschluss der Pflasterung des Innenbereichs auf den Markt gerollt war. Wie gefällt den Warendorfern der Marktplatz nun? Das war die Frage, die „Die Glocke“ stellte. Die Innenfläche stieß dabei bei den Befragten auf ungeteilte Zustimmung – die Außenflächen, in denen das Pflaster in ungebundener Bauweise verlegt wurde, weniger.

„Die Hauptfläche ist top in Ordnung“, lobte beispielsweise Winfried Kurzhals. „Es war vollkommen richtig, dass der Unterboden komplett neu aufgebaut wurde“, sagte der Warendorfer, der auch im Baugewerbe tätig war. „Ein großes Lob für die Pflasterer“, sagte auch er.

Und auch Klaus Koglin und Mechthild Wolff aus den Reihen der Umbau-kritischen Bürgerinitiative sind mit der Innenfläche zufrieden. „Was soll man dagegen haben?“, fragte Koglin rhetorisch. „Das Schlimmste, was diskutiert worden war, ist abgewendet worden“, sagte Mechthild Wolff. Damit meinte sie, dass die Innenfläche nun mit Natursteinen gepflastert worden ist und nicht etwa mit Betonplatten. Ein solcher Vorschlag war im Rahmen der Diskussion einmal vorgebracht worden. „Das war aber niemals Beschlusslage“, betonte Baudirektor Peter Pesch. Er war mit Niels Heermann vom Tiefbauamt ebenfalls vor Ort.

Kritik an Pflasterung an den Seiten

Peter Henrich sagte ebenfalls, dass ihm die Pflasterung des Innenbereichs gut gefalle. „Die verschieden gescheckten Steine sehen gut aus“, sagte er. Er hält es auch für gut, dass so viele Hülsen gesetzt wurden, die die Gastronomen für Sonnenschirme nutzen können. „So bleibt man flexibel“, sagte er.

Das Pflaster in den Außenbereichen dagegen kritisierten viele der Befragten. „Das ist wesentlich schlechter, als es vorher war“, sagte Volker Cornelsen, der sich ebenfalls in der Bürgerinitiative engagiert hatte und früher das Tiefbauamt in Warendorf leitete. „Das ist rausgeschmissenes Geld“, fand Sigrid Fölling deutliche Worte. Sie als Anlegerin könne es nicht fegen, stehe gleichzeitig aber in der Pflicht, es sauberzuhalten. So müsse sie jedes Bonbonpapier und jede Zigarettenkippe aufsammeln. „Ich hab’ so’n Hals“, sagte sie. Pesch erklärte, dass die Mitarbeiter des Bauhofs nach Veranstaltungen auf dem Marktplatz die Randbereiche von Hand säubern würden.

Warum wurde in den Randbereichen nicht auch Pflaster in gebundener Bauweise – mit einer festen Fuge – verlegt? Diese Frage beantworteten Pesch und Heermann gestern mehrfach: „So, wie es jetzt gemacht worden ist, war es das Ergebnis des Entscheidungsprozesses“, sagte Pesch. Er persönlich hätte sich auch eine gebundene Bauweise in den Außenbereichen vorstellen können. Doch aus Moderationsverfahren, Bürgerbeteiligung und politischen Entscheidungen sei letztendlich das nun Realität gewordene Ergebnis herausgekommen. Eine auch außen gebundene Bauweise hätte Nachteile für die Standsicherheit der anliegenden Häuser gehabt, außerdem hätte der Bau länger gedauert und mehr gekostet.

Ziel Barrierefreiheit ist erreicht

Pesch und Heermann wiesen darauf hin, dass die Pflasterung an den Seiten noch nachgerüttelt und mehrmals eingeschlämmt werde. Somit werde sich das Pflaster weiter setzen und die Fugen würden verdichtet.

Beate Bisping lobte, dass man mit einem Rollstuhl nun gut über das Pflaster in der Mitte komme. Auch Kalli Brinkmann sagte, dass er mit seinem Elektromobil gut über den Innenbereich fahren könne. „Ich werde nur ein bisschen durchgeschüttelt, wenn ich durch die Regenrinne fahre.“ Jetzt müsse dringend die Emsstraße saniert werden, denn die Fugen dort seien lebensgefährlich. Pesch sagte, er habe sich auch weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit vorstellen können, etwa ein Blindenleitsystem – dies könne man eventuell bei anderen Bauvorhaben einrichten. B

eate Bisping wünschte sich eine Bank im Bereich des Rathauses. Diese werde kommen, betonte Pesch. Außerdem werden Sitzgelegenheiten an der Südseite, vor der „Glocke“ und an der Haltestelle des Bürgerbusses aufgestellt. R

estarbeiten auf dem Marktplatz würden nun noch erledigt, sagten Pesch und Heermann. So etwa würden die grauen Schläuche, die derzeit den Platz in den im Frühjahr zu gießenden Dehnungsfugen freihalten, ebenerdig abgeschnitten. Ab dem 4. Dezember würden dann die 70 Quadratmeter im Innenbereich des Marktsträßchens gepflastert, kündigte Heermann an. Diese Arbeiten würden voraussichtlich eineinhalb Wochen in Anspruch nehmen. Insgesamt, so resümierte Pesch: „Ich denke, wir haben einen guten Kompromiss hingekriegt zwischen der Benutzbarkeit des Marktplatzes und dem optischen Eindruck.“

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