MGW: Anbau statt Franziskusschule
Das Gebäude der ehemaligen Franziskusschule ist baulich in einem so schlechten Zustand, dass die Machbarkeitsstudie von einem Umbau für die Nutzung durch das MGW abrät.

Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie des Büros Altefrohne. Bei einer Untersuchung des Bestands in der Franziskusschule seien zahlreiche Schäden entdeckt worden, die vor einer weiteren, langfristigen Nutzung durch das Mariengymnasium behoben werden müssten, erläuterte Sachgebietsleiter Christoph Schmitz von der Stadtverwaltung im Schul- und Kulturausschuss den Sachstand.

Es gebe unter anderem Schäden an der Fassade und am Beton, die Dämmung sei mangelhaft und der Brandschutz müsse komplett erneuert werden. Zudem seien die Räume der ehemaligen Förderschule für den Bedarf des Gymnasiums zu klein.

Um das Gebäude für das MGW nutzbar zu machen, hätten die Gutachter Baukosten in Höhe von rund 6.358.000 Euro errechnet. Als Alternative sei ein Erweiterungsbau auf dem Gelände des Mariengymnasiums untersucht worden. Im Anschluss an den bestehenden Klassentrakt könnte dort ein dreigeschossiges Gebäude entstehen, in dem die zusätzlich benötigten Räume Platz finden würden. Die Kosten für diesen Neubau hatte das Büro mit rund 4.214.375 Euro veranschlagt und in seinem Fazit aus wirtschaftlicher und fachlicher Sicht den Neubau empfohlen.

Bei zwei Millionen Euro Unterschied bei den Kosten sei das wohl keine Frage mehr, stellte Günter Belt (FDP) fest und wollte wissen, was mit der Franziskusschule passieren solle. Die sei zunächst als Interimslösung für den neuen Kindergarten vorgesehen, erläuterte der Erste Beigeordnete Dr. Martin Thormann. Wenn diese Nutzung in einigen Jahren auslaufe, müsse man überlegen, ob das Gebäude weiter genutzt oder abgerissen werden solle.

Im Mai soll der Hauptausschuss endgültig über das weitere Vorgehen bei der Erweiterung des Mariengymnasiums entscheiden.

SOCIAL BOOKMARKS