Manager für prima Klima in der Stadt
Bild: Austrup
Der Klimaschutz ist Paul Hartmann (r.), hier mit Bürgermeister Axel Linke an der Ladestation für den städtischen E-Fuhrpark im Rathaus-Innenhof, eine Herzensangelegenheit.
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Der 57-jährige studierte Geograf ist seit April Klimaschutz-Manager der Stadt Warendorf. Paul Hartmann ist gebürtiger Warendorfer und hat bis zu seinem 30. Lebensjahr in der Emsstadt gewohnt und gelebt. „Von daher kenne ich die Menschen hier, habe noch zahlreiche für meine neue Aufgabe wichtige Kontakte“, sagt der zweifache Familienvater, der derzeit mit seiner Partnerin in Unna wohnt.

Dass er die Strecke nun täglich mit dem Auto fahren muss („nein, ein Elektroauto habe ich noch nicht, aber ich arbeite daran“), ist für Hartmann kein Widerspruch zu seiner Aufgabe: „Auch ein Klimabeauftragter verursacht zwangsläufig Emissionen.“

Der „Neue“ bringt umfangreiche Erfahrungen mit, hat er doch sein halbes Leben lang mit prima Klima zu tun, zuletzt als Klimaschutzmanager der Stadt Gütersloh Warendorf, so hat Hartmann festgestellt, ist thematisch bereits gut aufgestellt. Seit 2011 existiert ein Klimaschutzplan, der allerdings den Anforderungen der Zeit anzupassen sein wird.

 Auch die Elektrofahrzeuge im städtischen Fuhrpark, unlängst für alle Hausmeister angeschafft, sowie im Bauhof hat er mit Freude registriert. Besonders für die klimaneutrale Wärmeversorgung im Neubaugebiet „In de Brinke“ findet Hartmann lobende Worte: „Ein Leuchtturmprojekt, das bundesweit Beachtung findet.“ Gibt es also in Sachen Klima gar nichts mehr zu tun?

Weit gefehlt: „Im ersten Schritt gilt es für mich, Strategien für eine zukunftweisende Klimapolitik zu erstellen“, sagt Hartmann. Denn das Thema werde immer mehr Relevanz erlangen. Kleinere Dinge wie das Einführen von Recyclingpapier in den Büros der Verwaltung, aber auch große Ziele wie CO2-neutrale öffentliche Gebäude schweben ihm schon vor Augen. Und Vorträge möchte er organisieren oder auch selbst halten, schließlich will er die Menschen erreichen und mitnehmen.

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