Maria 2.0: Mahnwachen vor den Kirchen
Foto: Baumjohann
Gespräche auf Abstand: Mit Spruchtüchern warteten unter anderem (v.l.) Ute Diekhans und Angelika Klager vor der Warendorfer Josefkirche, um mit Gottesdienstbesuchern ins Gespräch zu kommen. 
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Mit selbst gestalteten Transparenten mit den Aufschriften „Gott liebt alle Menschen“, „Wir küssen unsere Kirche wach“, „Gleichberechtigung. Amen.“ und „Seht, ich mache alles neu“ luden Unterstützerinnen die Gottesdienstbesucher von Laurentius-, Marien- und Josefkirche zum Gespräch über die Anliegen von „Maria 2.0“ ein. Zudem hatten sie Schlagworte mit Kreide auf die Steine vor den Kircheneingängen geschrieben: „Kirche: Offen für alle?“ hieß es dort, die Fragen „Gleichberechtigung?“ und „Glaubwürdig?“ wurden gestellt.

Die meisten Reaktionen sind positiv

Die Einladung zum Dialog nahmen einige Gottesdienstbesucher an. Auch Lob für das nicht nachlassende Engagement der lokalen „Maria 2.0“-Gruppe war zu hören. „Schön“, kommentierte beispielsweise eine Gottesdienstbesucherin der Vorabendmesse in St. Josef die Mahnwache vor den Kirchentüren, an der sich am Samstag Angelika Klager, Marlies Bauckloh, Irmgard und Antonius Stuke sowie Ute Diekhans beteiligten.

Lob gab es auch von Marion Bause, die als Pastoralreferentin in St. Laurentius arbeitet und die Mahnwache am Samstagabend unterstützte: „Es ist phänomenal, dass die Frauen aktiv bleiben und sind. Vieles ist in Bewegung, obwohl Corona so manches zurückdrängt.“

Pandemie erschwert die Aktionen

Die Corona-Pandemie macht auch der lokalen „Maria 2.0“-Gruppe die Planungen von Aktivitäten schwer. „Wir würden gerne einen Informationsabend veranstalten“, macht Marlies Bauckloh deutlich. Einen Termin dafür habe es schon gegeben, der allerdings habe dann wieder abgesagt werden müssen. 

Und so bleibt es vorerst bei den regelmäßigen Donnerstagsgebeten, zu der die Gruppe „Maria 2.0“ in Warendorf einlädt und den Veranstaltungen der Aktionswoche. Neben den Mahnwachen vor den Kirchen der Gemeinde haben die Frauen und Männer die sieben Thesen von Maria 2.0 an den Bäumen auf dem Marienkirchplatz befestigt und laden am 6. Mai zu einem außerordentlichen Donnerstagsgebet ein, das auf dem Marienkirchplatz oder in der Marienkirche stattfinden soll.

Zudem ist für den 10. Mai (Beginn 19 Uhr) in der Marienkirche eine Segensfeier für Liebende geplant. „Wir haben es vor Ort nicht schwer und bekommen gute Unterstützung seitens der Pfarrgemeinde. Dafür sind wir sehr dankbar“, macht Angelika Klager deutlich.

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