Marienverehrung in vielen Facetten
Tausende Besucher haben sich zum Fest "Mariä Himmelfahrt" in Warendorf die illuminierten Marienbögen -hier der Marktbogen- angesehen.

Zu den Gottesdiensten waren die beiden Innenstadt-Kirchen voll besetzt. Die Beteiligung an der Großen Stadtprozession, die – wie am Vorabend das Bögen-Bummeln während der Illumination – bei trockenem, wenn auch etwas kühlem Wetter stattfand, war beachtlich. 

Bemerkenswert war die Vielfältigkeit der Mariendarstellungen, vor allem in den Schaufenstern der Innenstadtgeschäfte. Von traditionellen, historischen Bildern und Skulpturen bis zu zeitgenössischer Kunst (zusammengestellt von Reinhold Berger) reichte die Palette. Einen besonderen Akzent setzte das junge Technik-Team des Theater am Wall, das nach einer Idee von Niels Hälker eine historische Madonna aus dem Magazin des Heimathauses in den Fenstern und an der Fassade des TaW mit einer Scheinwerfer- und Videoinstallation effektvoll in Szene setzte.

Seit dem 18. Jahrhundert ist er in Warendorf etabliert: der Brauch, durch geschmückte Triumphbögen der Marienverehrung Ausdruck zu verleihen. Und auch anno 2014 zog es am Abend der Illumination viele tausend Einheimische und Auswärtige in die Altstadt, um die einzigartige Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Vor allem das bürgerschaftliche Engagement der neun Bogengemeinschaften  sorgt dafür, dass sich der in weiten Teilen der Bevölkerung tief verwurzelte Wille, das Fest in seiner traditionellen Form auch in der Zukunft bewahren zu wollen, alle Jahre wieder von Neuem manifestiert. 

Wer die Atmosphäre des Fests genießen will, ist vor allem im Ostviertel gut aufgehoben.-Besonders unter den beiden Bögen der Brünebrede sind Illumination und stilles Genießen noch möglich wie anno dazumal.

Ausführliche Berichte über das Fest in er Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ am 18. August.

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