Marktplatznutzung: Politik entscheidet
Bild: Gabi Wild
Des einen Freud, des anderen Leid: Wenn die Gäste bei gutem Wetter oder Großveranstaltungen auf dem Marktplatz die Gastronomie im Freien genießen, fühlen sich die Anwohner oft gestört.
Bild: Gabi Wild

Rund 230 Gäste sollen demnächst bei gutem Wetter auf dem Marktplatz Kaffee und Kuchen, Bier und Wein und das ganz besondere Flair der Außengastronomie in Warendorfs guter Stube genießen können.

Übersichtsplan in Arbeit

Auf einem Übersichtsplan stellte die Verwaltung zu Beginn der Versammlung vor, wo vor den Gaststätten „In Mezzo“ und „Anno 1670“ sowie dem von der Familie Pisanelli gekauften ehemaligen Café Schütte demnächst Tische und Stühle aufgestellt werden könnten. Dabei beschränkten sich die Flächen nicht nur auf die Bereiche direkt vor den Lokalen, sondern reichten auch zum Teil weit in den Marktplatz hinein.

Betreiber wollen mehr

Er habe für das „1670“ sogar 208 Plätze beantragt, betonte Inhaber Ronald Hüsemann, dass die Gastronomen durchaus noch mehr Bedarf für die Bewirtung ihrer Gäste im Freien sehen. Die Außengastronomie dürfe täglich bis 24 Uhr betrieben werden, erklärte Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann. Und diese Zeit werde in jedem Fall eingehalten, versprach Ronald Hüsemann, der auch versicherte, dass für die Plätze vor dem „1670“ keine eigene Beschallung geplant sei.

Positive Erfahrungen

Das bestätigte auch Antonio Pisanelli für das „In Mezzo“. Er hatte bereits im vergangenen Jahr erste Erfahrungen mit dem Betrieb im Freien gesammelt, und die waren durchweg positiv. „Es ist alles gut gelaufen. Bei uns hat sich niemand über Lärm beklagt, und auch bei der Stadt sind meines Wissens nach keine Beschwerden eingegangen“, machte er deutlich.

Beratung im Ausschuss

Es entwickelte sich eine teils kontroverse Diskussion (siehe „Glocke“-Ausgabe Warendorf vom 23. Februar), wobei sich herausstellte, dass wenuger die Außengastronomie als vielmehr Sonderveranstaltungen wie Live-Konzerte den Unmut der Anlieger hervorrufen. Die Stadtverwaltung will die Ergebnisse des Gedankenaustauschs in eine Beschlussvorlage einfließen lassen, die in der kommenden Woche dem Hauptausschuss vorgelegt wird. Die Entscheidung über Umfang und Art der Nutzung ist nämlich eine politische.

 

SOCIAL BOOKMARKS