Markus Wiedeler regiert Bürgerschützen
Bild: Wild
Die Vorjahreskönigin Johanna Lehmkühler gratuliert dem neuen Bürgerschützenkönig Dr. Markus Wiedeler, der um 17.30 Uhr mit dem 500. Schuss den Vogel herunterholte.
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Als Königin an der Seite des Kommandeurs, der nun König ist, steht seine Frau Cäcilia  („Cilly“) Wiedeler. Die Throngesellschaft bilden Tanja und Sebastian Gaida, Veronika und Hermann Temme, Silvia Metker und Frank Wiedeler, Anja und Jürgen Schütte, Martina und Thomas Krale, Heike und Frank Büscher, Lisa und Thomas Dopheide sowie Heike und Michael Löbke.

Drei Stunden Ringen um Königswürde

Dauerte das Königsschießen geschlagene drei Stunden, so waren die Insignien ganz am Anfang schnell geschossen. Hermann-Josef Becker (Zepter, 14.35 Uhr), Leonie Unger (Reichsapfel, 14.37 Uhr) und Jubiläumskönig Thomas Heitmann (Krone, 14.39 Uhr) holten sich die Trophäen. Den linken Flügel schoss Jörg Stenkamp ab, den rechten Daniel Wagner.

Das Finale unter der Vogelstange machten Markus Wiedeler und Rainer Schulz unter sich aus. Zuvor hatten sich zwei Frauen als ernsthafte Konkurrentinnen mit den beiden Herren einen  nervenaufreibenden Wettbewerb geliefert: Bianca Füchtenkötter und Antje Fischer waren spontan eingestiegen, als die Männer nicht zu Potte zu kommen schienen.

Auftakt mit Parade und Umzug

Bei strahlendem Sonnenschein hatte der Haupttag des Bürgerschützenfests 2019 am Montagmorgen mit der Parade auf dem Marktplatz begonnen. In einem prächtigen Umzug marschierten die Formationen im Anschluss durch die festlich geschmückte Stadt.

Zuvor hatten sich die Schützen zum Totengedenken am Mahnmal auf dem Marienkirchplatz getroffen, wo die Leiterin des Hauses der Familie, Ursula Pinnekamp, die Rede hielt. 

Bei der Parade sagte der spätere Schützenkönig, noch in seiner Funktion als Kommandeur hoch zu Ross: „Erst hat man sich gewundert, dass wir eine so junge Königin haben, jetzt werden wir dafür bewundert, dass wir eine so junge Königin haben.“ Er wünsche sich, dass auch bei diesem Schützenfest Königsaspiranten so mutig wie im vorigen Jahr Johanna an die Vogelstange strömen mögen nach dem Langstrumpf-Motto: „Sei Pippi und nicht Annika.“ Dass er selbst zu denjenigen gehören würde, die er als Pippi Langstrumpf adelte, wusste da (außer ihm wohl noch niemand.

Erste Paraden-Rede des neuen Präses

Für den neuen Präses Gerhard Leve war es beim 178. Schützenfest, dem 70. nach dem Zweiten Weltkrieg die erste Begrüßungsrede bei der Parade. Brauchtumspflege, Heimatverbundenheit und das zwischenmenschliche Miteinander seien seit der Gründung im Jahr 1841 die Leitlinien des Vereins. Er stehe für Nachhaltigkeit und Authentizität, und seine Festivitäten hätten einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt als ein Angebot an alle Bürger.

Erstmals fand im Rahmen der Parade díe öffentliche Ehrung der Jubiläums-Königspaare statt. Persönlich anwesend waren Thomas Heitmann und Mechhild Vinke, die vor 25 Jahren die Throngesellschaft anführten, sowie Heiner Friemann, Corpsführer der Alten Könige, und Dr. Karin Meendermann, vor zehn Jahren das Königspaar.

Vinke erhält Ehren-Präses-Kette

Dank sagte Leve aber auch seinem Amtsvorgänger Hermann-Josef Vinke für „18 Jahre uneigennützige und ehrenamtliche Arbeit für unseren Verein“. Der neue Präses überreichte Vinke die Amtskette des Ehrenpräses.

Viel Lob hatte Leve für das Königspaar Johanna Lehmkühler und Prinzgemahl Dimitri Umanski und seine junge Throngesellschaft, darunter viele Neumitglieder. Nach einem Kaiserjahr (2017 war Gerd Leve selbst Schützenkaiser gewesen) sei das erste Regentenjahr einer Königin ein „belebendes Element“ für das Bürgerschützenwesen in Warendorf gewesen.

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