Maßnahmen könnten für Entlastung sorgen
Radschnellwege sind „Autobahnen für Fahrräder“. Mit ihnen und anderen Maßnahmen könnte die Verkehrsbelastung laut Diplom-Geograf Wulf Hahn in Warendorf vermindert werden.

 Die gute Nachricht vorab: Laut Hahn und Ratsmitglied Daniel Kebschull nehmen die Verkehrsmengen, die die Warendorfer Straßen belasten, kontinuierlich ab und nicht – wie prognostiziert – zu. „70 Prozent setzt sich aus Binnen-, Ziel- und Quellverkehr zusammen“, erklärte Kebschull und verweist auf die am höchsten belasteten Straßen Grüner Grund, Splieter- und Reichenbacherstraße. Dazu komme noch die Andreasstraße. „In der Spitze wurden dort innerhalb von 24 Stunden 14000 Fahrzeuge gezählt“, sagt der Grünen-Politiker. 

Wie mit dem vorhandenen Verkehr sinnvoll umgegangen werden kann, erläuterte Hahn in seinen Ausführungen. Ein regelrechtes Maßnahmenbündel hat der Experte geschnürt, um die Belastungen auf Warendorfer Straßen zu vermindern. Er plädiert für die Vervollständigung der Stadtstraße Nord und bezieht sich in seiner Argumentation auf die Angaben der Stadt Warendorf. Demnach komme es mit dem Lückenschluss zu einer Entlastung der B64 um 25 Prozent. 

Um den Lärmpegel der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf den Ortsdurchfahrten der B64 zu senken, empfiehlt er eine Verminderung auf Tempo 30 für diese Streckenabschnitte. „Die Dezibelzahl kann damit um zwei Drittel gesenkt werden, was einer Halbierung des Verkehrs entspricht“, so Hahn.

Zu einer schnellen und kostengünstigen Entlastung könnten ausgebaute Radschnellwege dienen. „Wir bringen die Menschen aufs Rad“, so der Experte. Ob E-Bike, Pedelec oder ganz normales Mountainbike: Wer auf zwei Rädern unterwegs sei, belaste mit seinem Fahrzeug nicht die Straßen Warendorfs.

SOCIAL BOOKMARKS