Mehrgenerationenwohnen in Genossenschaft
Bild: dpa/Frey
Ein Projekt für Mehrgenerationenwohnen – hier ein Beispielbild von dem ebenfalls genossenschaftlich getragenen Wohnprojekt „WohnArt eG“ in Bad Kreuznach – will die Initiative „Wohnen in Gemeinschaft“ (WiGe) auf einem Grundstück im künftigen Baugebiet „In de Brinke“ im Warendorfer Norden errichten. Interessenten aus der ganzen Region sind zu einer Informationsveranstaltung, bei der das weitere Vorgehen besprochen wird, zu Dienstag, 19. Februar, in das Warendorfer Hotel „Im Engel“ eingeladen. 
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Dort sollen die Weichen gestellt werden, um ab 2020 das Wohnprojekt nach den gemeinsam entwickelten Vorstellungen zu realisieren. Das erste Mehrgenerationen-Wohnprojekt für Warendorf will die WiGe (Wohnen in Gemeinschaft) realisieren.

Die Genossenschaft strebe „Nachhaltigkeit im Alltag durch ökologisches Bauen und eine energiesparende und ressourcenschonende Lebensweise“ an, sagt WiGe-Vorsitzende Gabi Brinkemper aus Sassenberg. Die Architektur solle dem sozialen Konzept entsprechen, Möglichkeiten zur Begegnung schaffen und gemeinschaftliches Wohnen fördern. Andreas Ellebracht („Mensch und Immobilie GmbH“, Warendorf), der das WiGe-Projekt fachlich begleitet, ergänzt: „Die Bewohner können ihr Wohn- und Lebensumfeld selbst mitgestalten, haben grundsätzlich ein lebenslanges Nutzungsrecht an qualitativ hochwertigem Wohnraum und bezahlen nur die tatsächlichen Bau- und Unterhaltungskosten nach dem Kostenmietenprinzip.“

Genossen bilden Hausgemeinschaft

Die Genossenschaft strebe eine vielgestaltige Hausgemeinschaft an, die Individualität achtet und auf Gemeinschaft baut. Im Vordergrund stehe der Wunsch, einander empathisch, wertschätzend und mit einer offenen, hilfsbereiten Grundhaltung zu begegnen sowie unterschiedliche Lebenslagen und Lebensformen zu respektieren. Mit den Menschen der Nachbarschaft, in Quartier und Gemeinde, will die eG in aktiven Beteiligungsprozessen eine „offene Beziehung“ entwickeln.

Das Mehrgenerationen-Wohnprojekt soll im Jahr 2020 im Neubaugebiet „In de Brinke“ im Norden der Kernstadt Warendorf als Passivhaus (in Hybridbauweise) realisiert werden. Geplant seien 23 barrierearme Wohneinheiten (41 bis 155 Quadratmeter Wohnfläche), eine Gästewohnung und ein Gemeinschaftsraum, erläutert die begleitende Architektin Agnes Weber, Geschäftsführerin der EMU Baubüro Weber GmbH (Ahlen). Ein zentraler großer Gemeinschaftsgarten sei für Freizeitaktivitäten gedacht. Ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept ermögliche einen großen Aktionsradius auch ohne eigenes Auto, versichert die Planerin.

Hintergrund

Zurzeit ist die Genossenschaft in der Phase der Projektentwicklung und Mitgliedersuche. Ein Grundstück ist vorhanden. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig mindestens einmal pro Monat. Im Rahmen der für alle Interessenten offenen Informationsveranstaltung am Dienstag, 19. Februar, ab 19 Uhr im Hotel „Im Engel“, Brünebrede, gibt es Anmeldemöglichkeiten zu verschiedenen Workshops. Diese sollen Themen wie Bauweise, Wirtschaftlichkeit, Satzung und Mobilitätskonzept vertiefend aufgreifen. Unterstützt werden die Beteiligten architektonisch und bauseitig durch die „EMU Baubüro Weber GmbH“ (Ahlen) und kaufmännisch sowie im Gründungsprozess der Genossenschaft durch die „Mensch und Immobilie GmbH“, Warendorf.

Lesen Sie dazu auch ein Interview in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ am 4. Februar.

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