Mehrheit für Gesamtschule schwindet
Abkehr von der Gesamtschule: Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Warendorf mit (v. l.) Dr. Hans Günther Schöler, Dr. Beate Janinhoff und Anita Stakenkötter erkennen in der neuen Schulform „Sekundarschule“ eine Alternative, um die Schullandschaft in Warendorf positiv zu gestalten.

Die Liberalen vor Ort sehen in der Sekundarschule „eine mögliche Alternative, um die Schullandschaft in Warendorf positiv zu gestalten“. Aufgrund der sinkenden Schülerzahlen in der Hauptschule und der zunehmenden Beschulung von Hauptschülern in der Realschule habe die FDP-Fraktion die Gesamtschule als Alternative zur Haupt-und Realschule favorisiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Liberalen. „Eine Gemeinschaftsschule hat die FDP als nicht tragbares, nachhaltiges Modell abgelehnt, da es sich nur um einen Schulversuch handelte und trotz der unterschiedlichen Begabung der Schüler ein gemeinsames Lernen von den Klassen 5 bis 10 vorgeschrieben ist“, erklärt Dr. Hans Günther Schöler.

Nun aber stelle sich die Frage: Ist die Sekundarschule für Warendorf nicht die bessere Schulform? Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand beantworte die FDP-Fraktion diese Frage mit „Ja“. Für die Sekundarschule sei nur eine Dreizügigkeit (Gesamtschule vierzügig) gefordert, so dass der Bestand auch bei sinkenden Bevölkerungszahlen gesichert bleibe. Die drei bestehenden Gymnasien vor Ort seien auch langfristig nicht in ihrem Bestand gefährdet, da die Sekundarschule keine eigene Oberstufe erhalte. Der kommunale Konsens mit den Nachbargemeinden, insbesondere mit Sassenberg, Everswinkel und Ennigerloh, würde nicht getrübt.

Mit Einführung einer Gesamtschule hätte die Stadt keine Garantie, dass alle Warendorfer Schüler auch dort beschult werden könnten. Mit der Sekundarschule dürfte man den Eltern jedoch eine Aufnahme dort fest zusagen können. „Diese neuen Aspekte in der Schuldiskussion verlangen ein Umdenken und eine erneute Abwägung“, findet Fraktionschef Dr. Hans Günther Schöler.

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