Ministerin programmiert Düngemaschine
Bild: Austrup
Wie eine Düngemaschine digital programmiert wird, erläuterte Heinz Nordhues (r.) den Gästen aus Berlin (v. l.) Bernhard Daldrup, Reinhold Sendker und Anja Karliczek.
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Bundesbildungsministerin Anja Karliczek war nach Warendorf gekommen, um sich über die Fachbereiche der Bildungseinrichtung an der Dr.-Rau-Allee zu informieren. „Die Ausbildung auf den Höfen ist eine der größten Herausforderungen dieser Region“, sagte die geborene Brochterbeckerin und Tochter einer Hoteliersfamilie.

Das könnten die Landwirte, vor allem auch im Hinblick auf fortschreitende Digitalisierung, nicht allein leisten. Karliczek: „Überbetriebliche Ausbildungsstätten wie die Deula bündeln die verschiedensten Kompetenzen und geben sie an die Auszubildenden weiter. So wird der ländliche Raum auf dem Stand der Zeit gehalten.“ „In den kommenden 90 Minuten werden Sie einige der Fachbereiche unseres Bildungszentrums besuchen, in denen das Thema ,Digitalisierung’ als Teil der Didaktik, aber auch als Inhalt in der überbetrieblichen Berufsausbildung umgesetzt wird“, gab Deula-Geschäftsführer Björn Plaas sodann die Marschrichtung vor, bevor das „Deula-Digi-Team“ das Kommando übernahm und die Gruppe, zu der sich neben der Ministerin auch die heimischen Bundestagsabgeordneten Reinhold Sendker (CDU) und Bernhard Daldrup (SPD) sowie Landwirtschaftskammer-Präsident Karl Werring gesellt hatten, über das weitläufige Gelände führte.

 In den anschließenden Gesprächen mit den Deula-Lehrern wurde deutlich, wie viel diese in die eigene Aus- und Weiterbildung investieren, um inhaltlich die jeweils neueste Software und Technik anschaulich vermitteln zu können. „Ein gutes Einvernehmen mit den Herstellern und Lieferanten dieser Technik ist dabei für uns unabdingbar“, sagte Plaas. Um in Richtung der Bildungsministerin hinzuzufügen: „Aber konzeptionelle Unterstützung durch die Bildungspolitik wäre dennoch wünschenswert und wichtig.“ So sei die Deula bei der Entwicklung eines digitalen Lernmanagements in Vorleistung getreten, um auch entsprechende Erfahrungen aufzubauen. „Im Sinne einer Kooperation sind die nun entstehenden Insellösungen in Berufsschulen, unterschiedlichen Ausbildungsstätten und durch ergänzende Angebote wie digitale Berichtshefte aber der falsche Weg“, so Plaas.

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