Mit 16 Jahren ein alter Hase im Geschäft
Bild: Rugulies
Ein Leben lang Schausteller: Für seine Zukunft kann sich der 16-jährige Maurice Stippich (rechts im Bild) nichts Anderes vorstellen. Bei den Aufbauarbeiten half ihm sein Freund Fredi Stummer.
Bild: Rugulies

 „Jeder Bolzen und jeder Splint muss stecken, da dürfen wir uns vom Regen nicht stören lassen“, erklärt Maurice Stippich. Der 16-Jährige ist heute als Stellvertreter seines Vaters verantwortlich für den „Babyflug“, ein Kinderkarussell, bei dem sich die Wagen in Form von Flugzeugen und Autos während der Fahrt heben und senken. Trotz seines Alters ist Maurice schon ein alter Hase im Schaustellergeschäft, schließlich liegt das in seiner Familie. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der junge Mann regelmäßig auf Kirmesveranstaltungen dabei.

Tradition wird unter Schaustellern groß geschrieben. Die meisten Stände und Attraktionen sind seit Jahrzehnten in Familienhand. Patrick Rasch betreibt Schaustellerei in vierter Generation. Die Zukunft sehe aber alles andere als rosig aus. Laut Rasch sei das Geschäft in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden. „Heute gibt es in fast jeder Region einen Themenpark und in jeder Stadt eine Diskothek, das lässt die Kirmes in Vergessenheit geraten. Früher haben die jungen Leute ganze Nächte auf dem Rummel verbracht, heute ist am Wochenende manchmal schon ab 10 Uhr Schluss.“

Die abenteuerliche Vorstellung, von Stadt zu Stadt zu ziehen und die Menschen mit Darbietungen zu begeistern, hat für Schausteller Patrick Rasch trotz aller Schwierigkeiten nicht an Reiz verloren: „Man wird nicht Schausteller, man wird als Schausteller geboren.“

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