Mit einigen Pfeifen gibt’s Wiederhören
Bild: Edelkötter
Ganz schön schwer ist so eine Orgelpfeife: Roland Booms, Auszubildender Daniel Mütter und Günter Redepenning vom Orgelbauunternehmen Seifert aus Kevelaer sind gestern nach Freckenhorst angereist, um die Orgelteile abzubauen, die aufgearbeitet und Bestandteil des neuen Instrumentes werden sollen.
Bild: Edelkötter

Mitarbeiter des traditionsreichen Unternehmens sind gestern aus Kevelaer angereist. Roland Booms, Günter Redepenning und Auszubildender Daniel Mütter haben den Auftrag, die Teile der Orgel, die auch in dem neuen Instrument Verwendung finden sollen, auszubauen und zur Aufarbeitung sowie Einlagerung an den Niederrhein zu transportieren. Ein Sachverständiger hatte vor der Demontage das Kircheninstrument begutachten und festgelegt, welche Teile wiederverwendet werden sollen. Andere Elemente der Orgel werden ebenfalls nicht für immer verstummen. „Sie kommen bei Restaurationsarbeiten an Orgeln in polnischen Kirchen zum Einsatz“, weiß Roland Booms zu berichten. Und der Rest verbleibt zunächst einmal beim Freckenhorster Orgelbauverein, der den Neubau des Instruments maßgeblich initiiert hat und auch bezahlen wird. „Die Finanzierung ist bereits zu zwei Drittel gesichert“, erklärte Dr. Gunter Tönne auf Nachfrage der „Glocke“. Um auch den Restbetrag aufbringen zu können, seien weitere Aktionen geplant, so Dr. Tönne, der in diesem Zusammenhang eine Orgelbau-Lotterie ankündigt, bei der es attraktive, von der heimischen Wirtschaft zur Verfügung gestellte Preise zu gewinnen gibt. Die Schlussziehung sei für den Tag der Orgelweihe vorgesehen, kündigt der Pressesprecher des Orgelbauvereins an. Erstmalig in einem Gottesdienst erklingen soll das neue Instrument zum Ersten Advent kommenden Jahres, am 3. Dezember 2017. „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Zeitplan auch einhalten können“, so Dr. Tönne weiter.

Die Seifert-Mitarbeiter aus Kevelaer haben vor Beginn ihrer Arbeiten die alte Orgel gestern noch einmal zum Klingen gebracht. „Das hat sich wirklich schrecklich angehört“, betont Roland Booms. Bis zum Ende des Jahres soll das Instrument komplett abgebaut sein. Danach soll der Boden, auf dem die neue Orgel aufgestellt wird, hergerichtet werden. Dazu wird ein Ständerwerk errichtet. Um Schimmel- und Feuchtigkeitsbildung zu vermeiden, wird ein besonderes Belüftungssystem installiert. Außerdem werden Kanäle für Elektrotechnik gelegt, um den Spieltisch der künftigen Orgel an verschiedenen Stellen im Kirchenraum positionieren zu können. „Im Sommer und Herbst kommenden Jahres erfolgt dann der eigentliche Orgelaufbau“, berichtet Dr. Gunter Tönne.

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