Mit viel Freude auf Indianerspuren
Bild: Niehoff
„Ist doch nur Natur“, sind sich die Kinder einig – Beim Spielen im Wald kann es schonmal schmutzig werden.
Bild: Niehoff

Auch ohne Rauchzeichen ist es ein Leichtes, die mit farbenfrohem Kopfschmuck verkleideten Kinder zu finden. Schon von Weitem schallt das für einige Indianerstämme typische Trillern durch den Wald.

Kinder bauen ein Tipi und sammeln Beeren 

Am Lagerplatz angekommen, bietet sich ein buntes Bild: Einige Kinder bauen ein Tipi – ein für Indianer typisches Zelt –, andere verzieren ihre Stirnbänder und die nächsten sammeln Beeren.

Unter der Leitung von Lisa Stöwer und ihrer Mutter Birgit Stöwer haben die Grundschulkinder einen abenteuerlichen und lehrreichen Tag im Wald verbracht, an dem sich alles um die amerikanischen Ureinwohner drehte.

Für große Taten gibt es Schmuckfedern

„Heute Morgen haben wir viel über Indianer gelernt“, erzählt die achtjährige Lea. „Wir haben Stirnbänder gebastelt, uns Indianernamen ausgedacht und eine Schnitzeljagd gemacht“. Nach der Mittagspause können die Kinder sich Federn verdienen. „Bei den Indianern durfte sich derjenige mit Federn schmücken, der große Taten vollbracht hat“, erklärt Lisa Stöwer.

Dreckig werden? „Ist doch nur Natur“

Zunächst steht daher ein Wettrennen an: Der Gewinner bekommt eine Feder. Danach geht es an den zweiten Tipi-Bau. Je mehr Zeit vergeht, umso weniger denken die Kinder noch an das Gewinnen des Federschmucks: Der Spaß steht im Vordergrund. Da ist es auch nicht weiter schlimm, wenn die Hände beim Klettern vor lauter Erde und Moos mal dreckig werden: „Ist doch nur Natur“, sagen die Kinder.

„Es ist sehr wichtig, dass Kinder sich häufig in der freien Natur aufhalten“, findet die Biologin Birgit Stöwer. „Es ist erwiesen, dass sich durch das Klima im Wald und die ausgesendeten Stoffe das Herz-Kreislauf-System verbessert.“ Außerdem schütze man später nur das, was man früher kennengelernt habe. So sei es auch der Umwelt zuliebe gut, Kinder früh mit der Natur in Verbindung zu bringen.

Fazit: Von den Indianern kann jeder etwas lernen

Bei den Anwesenden scheint das zu funktionieren: „An Indianern finde ich toll, dass sie gut mit der Natur umgehen“, sagt die neunjährige Emilia. „Wir müssen uns daran ein Vorbild nehmen“, fügt sie hinzu. Jens hat einen Nachtfalter gefunden. „Den habe ich aus einem Spinnennetz befreit“, berichtet er stolz. „Aber das Spinnennetz ist nicht kaputt gegangen, ich war vorsichtig.“ Das Fazit des Tages lautet daher: Von den Indianern kann jeder etwas lernen.

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