Mittelaltermarkt eine Erfolgsgeschichte
Bild: Poschmann
550 Teilnehmer machten am Wochenende das Mittelalterlichen Marktfest des Warendorfer Vereins DubiWa für mehrere tausend Besucher zum Erlebnis.
Bild: Poschmann

Keuschheitsgürtel, Henker, Pfaffendödel und Drachenreiterey – wer am Wochenende die Zeiten des Mittelalters erleben wollte, hatte auf dem Lohwall die beste Gelegenheit, Spielleuten, Gauklern und Vaganten bei ihrem bunten Treiben zuzusehen. Zudem zeichneten Händler, Handwerker und Heerlager mit ihren Lagerstätten ein Bild wie vor einem halben Jahrtausend nach.

Wie im Vorjahr hatte der gemeinnützige Verein „DuBiWa“, der aus einer Facebookgruppe gegründet wurde, auch dieses mal den Markt organisiert. Schützenhilfe bekam der Verein von Ralph Damke, der vor acht Jahren mit dem ersten Markt dieser Art in der Emsstadt ein Zeichen gesetzt hatte.

Die Resonanz, auch bei den Teilnehmern aus ganz Deutschland, hätte nicht besser sein können. Bereits am Samstag kamen mehr als 4000 Besucher zum Lohwall. „Wir hätten durchaus noch mehr Heerlager bekommen können“, sagte Mitorganisator und Marktvogt Kristianus (Christian Havelt) „der Emsige“. Im Gegensatz zu vielen Mittelaltermärkten in Deutschland ist der Erlös aus diesem Fest für den guten Zweck bestimmt. „Ich hoffe, Sie bleiben uns treu und kommen wieder“, richtete die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser zur Eröffnung ihr Wort an die Marktteilnehmer.

Etwa 550 Teilnehmer hatten sich für den siebten Mittelaltermarkt angemeldet und machten das Wochenende für die Besucher zu einem „kurzweyligen“ Vergnügen. Ritterschaukämpfe fehlten da ebensowenig, wie mittelalterliche Klänge von Laute und Sackpfeife der Musikgruppen „Des Wahnsinns fette Beute“, „Bohemian Bards“ sowie „Scherbelhaufen“.

Zahlreiche Gruppen hatten in den mehr als 40 Lagerstätten ihr Bett für die Nachtruhe aufgebaut und gaben einen Einblick in das Leben, wie es in der Zeit zwischen Antike und Neuzeit gewesen sein könnte. Es wurde in historischen Gewandungen an langen Tafeln gegessen und getrunken, in den Tavernen boten Wirtsleute Getränke wie Met-, Ingwer- und Kirschbier an, Badezuber waren aufgebaut, die auch eifrig genutzt wurden. Selbst einige Besucher kamen in mittelalterlicher Gewandung auf den Lohwall.

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