Naschen neben Schaukel und Rutsche
Foto: Austrup
Anfang März sind die beiden Hochbeete neben dem Spielplatz an der Stadtbücherei angelegt worden, jetzt konnten sie auch bepflanzt werden. Ziel ist es, den Eltern und Kindern, die den Spielplatz besuchen, das Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten näherzubringen.
Foto: Austrup

Gebaut worden sind die Hochbeete vom Förderverein der Stadtbücherei Warendorf an einem schönen Samstagnachmittag im März, kurz vor Corona, unterstützt durch die Bürgerstiftung und finanziert durch den Altstadtfond des Quartierbüros.

Bepflanzt werden konnten die Beete coronabedingt erst im Mai, nach der Wiedereröffnung des Spielplatzes. „Weil auf unserem Spielplatz immer so viele Familien mit kleinen Kindern sind, haben wir uns überlegt, hier familienfreundliche Hochbeete anzulegen. Erdbeeren und Zuckerschoten zum Naschen und Kräuter zum Schnuppern kommen bei den kleinen und großen Besuchern gut an“, freut sich Birgit Lücke, Leiterin der Stadtbücherei. Wie bei allen Projekten der „essbaren Stadt“, kann hier jedermann mitmachen. Ernten für die eigene Küche ist ebenso gern gesehen wie neue Anpflanzungen.

„Es ist halt ein Hochbeet für alle“, freut sich Lücke. Rund um die Hochbeete möchten die Organisatoren zudem verschiedene Veranstaltungen anbieten, sobald das wieder möglich ist: Insektenhotels und Nistkästen bauen ist ebenso vorgesehen wie Vorlesen im Grünen oder Informationen zu bienenfreundlichem Gärtnern. Jeden Monat nehmen Lücke und ihr Team die Bevölkerung außerdem mit in den Hochbeet-Garten und berichten in einem „Gartenblog“, wie es läuft und welche Projekte anstehen. Der Prozess wird dabei fließend sein: „Wir lernen selbst noch und nutzen dafür die Bücher, die im Gartenblog unter der Rubrik ,Buchtipps’ zu finden sind“, sagt die Büchereileiterin.

Die Hochbeete sind aus Mitteln des Altstadtfonds mit 1000 Euro gefördert worden, den Mutterboden hat der Baubetriebshof der Stadt Warendorf zur Verfügung gestellt. „Ziel des Altstadtfonds, der jährlich Mittel in Höhe von 10 000 Euro zu vergeben hat, ist es, durch die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements die Warendorfer Altstadt als attraktiven Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandort zu stärken“, erläuterte Bürgermeister Axel Linke anlässlich der Eröffnung der Hochbeete, die er nicht zuletzt als Aufwertung des zentralen Spielplatzes ansieht.

 Dort können Kinder künftig erste Erfahrung zu Pflanzen, Insekten und Früchten vermitteln und das Erleben und Erfahren von Natur ermöglichen.

Seit seiner Einrichtung 2018 wurden durch den Fonds bereits 17 Projekte gefördert worden. So auch die Obstbäume am Emskolk sowie die „Kräuterspirale“ der „essbaren Stadt“. Anträge können im Quartiersbüro der Altstadt Warendorf am Krickmarkt 13 gestellt werden. Für 2020 sind die Fördermittel aber verbraucht.

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