Neue Warendorfer Schriften erschienen
Bild: Poschmann
Haben gestern den Doppelband 43/44 der Warendorfer Schriften und den Kiepenkerl vorgestellt (v. l.): Harald M. Otto, Dr. Ekkehard Gühne, Norbert Funken, Mechthild Wolff, Wolfgang Reisner und Professor Dr. Paul Leidinger.
Bild: Poschmann

Diese Ausgabe der Schriften beschäftigt sich unter anderem mit dem Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann. Jürgen Gojny und Dr. Ekkehard Gühne berichten über die Kreisstadt in der Anfangsphase des Kriegs 1914, über die Warendorfer Gefallenen, über kritische Worte des Bischofs zu Münster. Zeitungsoriginale, die unter anderem den Titel des Doppelbands schmücken, steuerte Gisela Gröne bei.

Doch es geht in der Schrift auch um die Zeitgeschichte Warendorfs in Mittelalter und Neuzeit, in der die Autoren Wolfgang Reisner und Karl H. Neufeld unter anderem das Brücken- und Pflastergeld, eine Art Maut, beleuchten. Ein Devisenverfahren gegen den Warendorfer Franziskanerpater Seraphin, seine Festnahme und Flucht wird von Gerd Blumberg im dritten Kapitel behandelt. Darüber hinaus werden in diesem Teil die Reichspogromnacht in Warendorf und deren Folgen, die Haltung des Medizinalrats und Kreisamtsarztes Dr. Paul Robert sowie die Straßenumbenennung in der Emsstadt thematisiert.

In einem weiteren Beitrag widmet sich Heimatvereinsvorsitzende Mechthild Wolff der schillernden Figur Theo Sparenbergs, dem Kinokönig Warendorfs, der sehr viel Wert auf Etikette legte. Weniger bekannt sein dürften Persönlichkeiten wie Anton Zurhorn oder Julie Borges, die zwar in Warendorf geboren wurden oder zur Schule gingen, aber der Stadt den Rücken kehrten und von der Ferne aus wirkten.

Ein eher ungewöhnlichen Beitrag lieferte Franz Bülte, der sich mit ungebetenen Gästen beschäftigt: Kleiderläusen und Krätzmilben. Das 248 Seiten starke Druckwerk bleibt bis zur letzten Seite spannend.

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