Neues Gewerbegebiet an falscher Stelle?
Archivfoto: Kleigrewe
Die ursprüngliche Planung für ein Gewerbegebiet an der Raiffeisenstraße sah sich NRW-Ministerin Ina Scharrenbach bei ihrem Besuch in Hoetmar an. Das Foto zeigt (v. l.) Architekt Bruno Peter, Ministerin Ina Scharrenbachs sowie Paul Schwienhorst und Peter Molitor (beide CDU Hoetmar).
Archivfoto: Kleigrewe

„Selbstverständlich sind wir froh, dass es jetzt endlich für unsere Betriebe möglich ist, sich zu erweitern oder neu zu bauen. Schließlich haben wir seit mehr als zehn Jahren daran gearbeitet“, kommentiert er den in der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien gefassten Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet westlich Ahlener Straße“.

Anderer Standort auf Wunschzettel

Aber mit der Lage des neuen Gebiets kann sich Huerkamp nur schwer anfreunden, denn die Mitglieder des Gewerbekreises hatten eigentlich einen Standort am anderen Ende des Dorfs ins Auge gefasst. Zwischen Raiffeisenstraße und Lentruper Weg sollte nach ihren Vorstellungen eine neue Gewerbefläche entstehen. Ein Plan, den die Hoetmarer auch schon der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Ina Scharrenbach, bei ihrem Besuch 2018 im Golddorf vorgestellt hatten.

Doch dieses Gebiet hat die Stadt Warendorf nun für Wohnbebauung vorgesehen. In der jüngsten Ratssitzung wurden entsprechende Beschlüsse gefasst, sodass jetzt für diesen Bereich ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll. „Das hat uns völlig überrascht“, sagt Huerkamp und fragt sich, warum die Stadt den Gewerbekreis nicht im Vorfeld über diese neue Entwicklung informiert hat.

Konfliktpotenzial durch Wohnbebauung?

„Das war schon ärgerlich für uns“, erklärt Huerkamp. Zumal da die Gewerbetreibenden, die ihre Firmen gegenüber dem neu geplanten Baugebiet haben, fürchten, dass sich dadurch Probleme für ihre Arbeit ergeben könnten. Zudem sei fraglich, ob das neue Gewerbegebiet an der Ahlener Straße, für das zunächst eine Fläche von eineinhalb Hektar vorgesehen ist, groß genug sei, gibt der Vorsitzende des Gewerbekreises zu bedenken. „Es könnte gut sein, dass es da bald wieder Nachholbedarf gibt“, sagt er.

Tatsächlich läuft derzeit eine Abfrage der Stadt Warendorf bei den Hoetmarer Gewerbetreibenden, die gebeten worden sind, möglichst bald ihren Bedarf für neue Gewerbeflächen anzumelden. „Auch wenn das aus unserer Sicht nicht gerade ideal gelaufen ist, haben die Betriebe jetzt zumindest eine Perspektive“, blickt Huerkamp trotz allem positiv in die Zukunft.

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