Notfalldienstkonzept wird optimiert
Bild: Wild
Die kreativen Köpfe der Projektgruppe für ein neues Notfalldienstkonzept von Josephs-Hospital und dem Warendorfer Praxisnetz niedergelassener Ärzte: (v. l.) Dr. Tim Kleffner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Warendorfer Krankenhauses, Dr. Christine Haasen, Vorstandsmitglied im Praxisnetz und Koordinatorin des Notfalldiensts bei der Kassenärztlichen Vereinigung, sowie Tobias Christof Dierker, Pressesprecher und Projektbetreuer seitens des Josephs-Hospitals.
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Das Josephs-Hospital und das Praxisnetz der niedergelassenen Ärzte haben sich auf ein gemeinsames Modell geeinigt, das ab April schrittweise umgesetzt wird.

Wer außerhalb der Sprechstunden der Haus- und Fachärzte akut erkrankt und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen möchte, meldet sich entweder über die Notfall-Telefonnummer 116117 oder macht sich auf den Weg ins Josephs-Hospital, wo für leichtere Fälle Ärzte des Warendorfer Praxisnetzes zur Verfügung stehen, bei schweren oder gar lebensbedrohlichen Symptomen Notfallmediziner des Josephs-Hospitals.

Aber wer ist für wen zuständig, wann wird eine subjektiv empfundene Malaise zum ernsthaften Notfall? „Das einzuschätzen, sollte nicht allein dem Patienten überlassen sein“, sagt Dr. Tim Kleffner, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Josephs-Hospitals. Deshalb hat er sich mit seiner Kollegin Dr. Christine Haasen, Vorstandsmitglied beim Praxisnetz der niedergelassenen Ärzte im Raum Warendorf, sowie Tobias Christof Dierker als Projektbetreuer seitens der Verwaltung des Warendorfer Krankenhauses zusammengesetzt und ein gemeinsames Notfalldienstkonzept erarbeitet.

Dreh- und Angelpunkt wird eine mit medizinischem Fachpersonal besetzte „Rezeption“ sein, die erste Anlaufstelle für alle eintreffenden Patienten ist. Dort soll nicht nur eingeschätzt werden, ob der hausärztliche oder der Klinik-Notdienst der richtige Ansprechpartner ist, es wird auch die medizinische Dringlichkeit der Behandlung kategorisiert, damit nicht die Falschen zu lange warten.

Notfallpraxis und Notfallambulanz sollen nicht nur räumlich, sondern im Sinne der Patientenzufriedenheit auch organisatorisch zusammenwachsen. Ein halbes Jahr, so die Prognose der Projektverantwortlichen, werde es dauern, bis das Konzept vollends in die Praxis umgesetzt werden kann. Etwa ein Jahr, dann soll Bilanz gezogen und gegebenenfalls nachgesteuert werden.

Und dann könnte es sowieso noch besser werden, denn mit dem geplanten Anbau an das Krankenhaus wird auch das Raumprogramm des Notfallzenrums nach neuesten Gesichtspunkten gestaltet – das i-Tüpfelchen für das „Idealmodell einer sektorenübergreifenden Zusammenarbeit“, wie Dr. Haasen das Konzept nennt.

Weiterer Bericht mit Erläuterung des Kategorisierungs-Systems in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 2. März.

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